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Kompetenzen schulen statt zukaufen

Vermessungsarbeiten bei den
Mayrhofner Bergbahnen

Donnerstag, 30. Juni 2022
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Tobias Dengg ist seit 2015 bei den Mayrhofner Bergbahnen tätig. Er hat als Lehrling im Unternehmen begonnen, die Doppellehre als Seilbahn- und Elektrotechniker abgeschlossen und hat nun sieben Jahre später bereits die Ausbildung zum Betriebsleiter abgeschlossen. In seinem Einsatzgebiet, dem Horberg, ist er unter anderem auch für die Vermessungsarbeiten zuständig.

Was muss im Seilbahnbetrieb vermessen werden?
Tobias: „Alles was neu gebaut wird, wird auch mit Vermessungsdaten versehen. Zum Beispiel alle Leitungen wie Steuerleitungen für Schneeerzeuger, Glasfaserkabel, Stromkabel – hier müssen wir genau wissen wo alles verläuft. Und da sich vieles an Technik hier versteckt, ist es besonders wichtig diese Daten genau festzuhalten. Vor allem wenn es Defekte gibt, etwas getauscht werden muss oder neue bauliche Tätigkeiten geplant werden, benötigen wir den genauen Überblick. Zudem werden natürlich auch alle Gebäude, Lifttrassen, Stützen, Pisten, Quellen und sogar das Gelände erfasst und vermessen. Die Gelände-Daten werden dann in die Schneehöhenmessung eingespielt und dadurch wissen wir im Winter genau, wie viel Schnee auf den Pisten liegt.“

Und wer führt diese Vermessungsarbeiten durch?
„Die Vermessung führen wir seit Jahren schon eigenständig durch. Bisher mussten wir allerdings die Rohdaten an unsere Partnerfirma schicken. Diese hat dann die Daten für uns eingespielt. Vor kurzem haben wir jedoch auf ein neues System aufgerüstet und können die Daten nun selbst in Echtzeit einspielen. Die Bearbeitung der Daten ist so noch einfacher, da die Ergebnisse sofort in die Karte eingetragen und bearbeitet werden können. Je genauer wir das System mit Informationen füttern, umso mehr Daten stehen uns dann auch noch nach Jahren zur Verfügung. Wir können zum Beispiel hinzufügen welches Material für Schächte oder Leitungen verwendet wurde und wenn ich heute in die Karte schaue, dann ist das schon sehr interessant. Dadurch kann ich genau sehen was beispielsweise vor 10 Jahren gemacht wurde.“

Warum vergibt man diese Aufgaben nicht an externe Firmen?
„Es hat für uns viele Vorteile, wenn wir das Vermessen selbst beherrschen. Auf allen drei Bergen – Horberg, Ahorn und Penken – gibt es einen Verantwortlichen und ein Team für diese Aufgabe. Wir sind schneller mit der Verarbeitung der Daten, kennen uns genau in den Karten und Datensätzen aus und haben darüber hinaus noch ein spannendes Aufgabengebiet dazu bekommen.“

Zillertaler Zeitung

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