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Neid

November-Lebensweisheiten

Mittwoch, 30. November 2022
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Wir sind oft Menschen, die das Leben vor allem nach dem Erfolg beurteilen, den er uns bringt. Man schätzt jeden nach dem ein, was er besitzt. Manche Menschen halten sich für etwas Besseres, haben einen starken Wunsch nach Anerkennung, leben richtig auf, wenn Leistungen anerkannt werden. Manche Menschen sind arrogant, aus mangelnder Toleranz, haben Vorurteile und urteilen schnell und unwideruflich über andere.

Beziehungen zwischen Menschen bestehen immer aus Geben und Nehmen. Viele Konflikte zwischen Menschen beruhen auf Neidgefühlen. Neid vergiftet Beziehungen, denn er macht böse und unehrlich. Der Neid ist eine feindselige Gesinnung dem Mitmenschen gegenüber, den man mit Groll, Missgunst oder Eifersucht überschüttet, dem man nichts Gutes gönnt und dessen Leistungen man herabsetzt. Der neidische Mensch stellt
sich selbst in den Mittelpunkt seiner Erwartungen, hat aber für den anderen nur wenig übrig. Dabei fühlt er sich stets zurückgesetzt.

„Neid ist dem Menschen natürlich: dennoch ist er ein Laster und ein Unglück zugleich. Wir sollen daher ihn als Feind unseres Glückes betrachten und als einen bösen Dämon zu ersticken suchen.“
Arthur Schopenhauer

„Andere neidlos Erfolge erringen sehen, nach denen man selbst strebt, ist das Größte.‘‘
Marie Ebner-Eschenbach

„Neid ist eine giftige Wurzel in unserer Seele; das Gift, das von ihr ausgeht, kann andere töten. Der Neidische kann nicht ertragen, dass sein Nächster und besonders der, mit dem er in einer Gemeinschaft lebt oder auf gleicher Stufe steht, mehr und Besseres hat als er.“
M. Basilea Schlink

„Der Neidische wird ärmer, wenn er andere reicher werden sieht.“
Friedrich Hebbel

Zillertaler Zeitung

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