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„Ich muss zu Dr. Viola“

BKH Schwaz bietet niede rschwellige Hilfe für Opfer von Gewalt

Donnerstag, 31. März 2022
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In enger Zusammenarbeit mit den Tirol Kliniken installiert das BKH Schwaz das Gewaltschutz-Projekt „Dr. Viola“ nun auch für den Bezirk Schwaz.

„Ich muss zu Dr. Viola!“ – Dieser Satz hilft Betroffenen jeden Alters und Geschlechts, die sich akut bedroht fühlen und Schutz und Hilfe im Krankenhaus Schwaz suchen. Der Satz funktioniert wie ein Codewort, das vom geschulten Personal am Krankenhaus dechiffriert wird. Sobald eine hilfesuchende Person sich mit diesem Notruf an einen Portier oder MitarbeiterInnen im Haus wendet oder diesen Code gegenüber dem medizinischen Personal erwähnt, startet ein interner Notfallplan. Die/der Betroffene/n wird an einen sicheren Ort gebracht und von ausgebildeten Personal betreut. Der weitere Ablauf ist schon seit Jahren gut trainiert und bekannt.
„Das Thema häusliche Gewalt ist für Betroffene häufig schambesetzt. Dr. Viola soll den Zugang zur Hilfe erleichtern und auch sprachliche Barrieren überwinden“, erklärt die Krankenhauspsychologin Beatrix Hofstötter, Leiterin der Gewaltschutzgruppe am BKH Schwaz. Der Satz „Ich muss zu Dr. Viola“ gibt Betroffenen die Möglichkeit, selbst wenn sie nicht frei sprechen können oder wollen, einen Hilferuf abzusetzen. Im Krankenhaus Schwaz wird über Info-Kärtchen, Plakate und Infoscreens in mehreren Sprachen über Dr. Viola informiert.

Dr. Viola
Der Notruf „Ich muss zur Dr. Viola“ wurde von der Gewaltschutzgruppe der Tirol Kliniken entwickelt. Bei der Auswahl des Namens „Dr. Viola“ war eine leichte Aussprache des Namens für alle vorrangig – auch für jene Personen, die nicht Deutsch als Muttersprache haben. Zudem lehnt sich „Viola“ an Violence an.

Zahlen
Während der Pandemie wurden auch im Bezirkskrankenhaus Schwaz mehrere Fälle der häuslichen Gewalt verzeichnet. Im Schnitt wurde die Gewaltschutzgruppe im vergangenen Jahr zweimal im Monat angefordert, weil bei PatientInnen ein Verdacht auf oder Hinweise von häuslicher Gewalt festgestellt wurden. Tendenziell handelt es sich dabei um mehr Frauen als Männer.

Zillertaler Zeitung

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