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Einsamkeit

Februar-Lebensweisheiten

Mittwoch, 23. Februar 2022
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Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist. So steht es auf den ersten Seiten der Bibel. Schon an der Begabung zum Sprechen zeigt sich, dass der Mensch für Beziehungen geschaffen ist, sagt Aristoteles. Die Coronapandemie hat große Auswirkungen auf das psychische, körperliche und soziale Wohlergehen von Menschen. Einsamkeit sei bereits vor der Pandemie „eine Zivilisationskrankheit in westlichen Gesellschaften“ gewesen, so Caritaspräsident Michael Landau. Doch die Pandemie hat das Problem verschärft. Über die Hälfte der Jugendlichen fühlt sich einsamer als vor der Pandemie, ergab eine Online-Studie unter 12- bis 25-Jährigen. Hinzu kommt noch, dass sich die Zahl der Single-Haushalte in den letzten 30 Jahren auf 1,5 Millionen verdoppelt hat. Fast ein Fünftel der Österreicher/innen wohnt alleine. Das bedeutet nicht unbedingt, dass sich die Menschen einsam fühlen. Doch Einschränkungen von privaten Kontakten und Veranstaltungen haben für Single-Haushalte besonders starke Auswirkungen.

„Viele Menschen leben nicht nur allein, sondern fühlen sich auch einsam. Einsamkeit ist eine stille, oft verborgene Not. Allein zu sein beschreibt eine objektiv darstellbare Lebenssituation.
Einsamkeit dagegen ist ein subjektives Gefühl der Unzufriedenheit mit der Anzahl bzw. der Qualität der sozialen Beziehungen.
Einsamkeit führt zu psychischen und physischen Folgen wie Ängs-ten, Depression, erhöhte Suizidalität, stärkere Demenz, erhöhtes Risiko von Herzerkrankungen und Schlaganfällen etc.“
Magdalena Holztrattner

„Die Wahrheit des Redens lernst du im Schweigen und in der Einsamkeit.“
Romano Guardini

Zillertaler Zeitung

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