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Firstfeier im WSZ Vorderes Zillertal

Rohbau steht: Wertstoffsammelzentrum voll im Zeitplan

Mittwoch, 22. September 2021
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Beim Bau des neuen Wertstoffsammelzentrums (WSZ) Vorderes Zillertal freut man sich über einen wichtigen Meilenstein: Die Dachkonstruktion ist fertig und der Rohbau somit planmäßig ausgeführt. Das haben die drei Gemeinden Fügen, Fügenberg und Hart i. Z. am Mittwoch, den 15. September zum Anlass genommen, um eine Firstfeier auszurichten und den beteiligten Personen und Firmen in diesem Rahmen für ihre ausgezeichnete Arbeit zu danken. Auch zahlreiche Vertreter der umliegenden Gemeinden folgten der Einladung und machten sich ein Bild vom Baufortschritt. Ihr besonderes Augenmerk lag auf der neuen Tierkadaverstation, die alle elf Gemeinden im vorderen Zillertal gemeinsam am Standort Fügen errichten.

Eine Servicekarte für jeden Haushalt


„Der bauliche Rahmen steht – in den nächsten zweieinhalb Monaten gilt es nun, ihn mit moderner Technik zu füllen und das WSZ als zeitgemäße und bürgerfreundliche Abfalllösung fertigzustellen. Wenn alles weiterhin so problemlos verläuft, eröffnen wir wie geplant Anfang Dezember“, sagt Fügens Bürgermeister Dominik Mainusch. Dabei verlassen sich die Bauherren auch beim anstehenden Innenausbau ganz auf die Expertise regionaler Unternehmen. Während diese am WSZ auf die termingerechte Fertigstellung hinarbeiten, bereitet man in den Gemeindeämtern die Einführung der bargeldlosen Abrechnung mittels Servicekarte vor. Schon bald erhält jeder Haushalt in Fügen, Fügenberg und Hart per Post eine Karte zugeschickt. Sie berechtigt zur Einfahrt in das WSZ und wird für die Abgabe von kostenpflichtigen Abfällen benötigt. „Die Kosten werden über die Servicekarte direkt an die jeweilige Gemeinde übertragen und bei der nächsten Rechnung berücksichtigt. Das Kassieren vor Ort fällt dadurch weg, was dem Fachpersonal mehr Zeit für die Betreuung der Kunden und der Anlage lässt“, erklärt Josef Egger, Gemeinderat in Fügen und als Obmann des Umweltausschusses Teil des Projektteams.

Optimale Infrastruktur für drei Gemeinden


Besonders eindrucksvoll ist schon jetzt die großzügige überdachte Verkehrsfläche mit angeschlossenen Büro- und Lagerräumen auf der oberen Ebene, von der aus 16 Großcontainer für die häufig im Haushalt anfallenden Abfallarten erreichbar sind. Vier davon werden mit einer Pressvorrichtung ausgestattet, um die Abfälle zu verdichten. Das spart Transportfahrten ein. Im unteren Bereich des WSZ haben bereits die Sammelstelle für Baum- und Strauchschnitt sowie die moderne Tierkadaverstation für alle elf Gemeinden im vorderen Zillertal Gestalt angenommen. „Dank der guten Zusammenarbeit mit Fügenberg und Hart optimieren wir mit dem neuen WSZ die Abfallinfrastruktur für über 7.200 Bürgerinnen und Bürger“, sagt Bgm. Dominik Mainusch. Das WSZ Vorderes Zillertal wird zum Paradebeispiel für eine gemeindeübergreifende Abfalllösung und bringt Vorteile in puncto Service, Kosteneffizienz und Verwaltungsaufwand mit sich, wie aus einer Erhebung der Abfallwirtschaft Tirol Mitte (ATM) hervorgeht. Als Umweltserviceorganisation für 104 Gemeinden beschäftigt sich die ATM intensiv mit der Thematik und greift dabei u.a. auf jahrelange Erfahrung im Betrieb von Recyclinghöfen zurück, zum Beispiel im hinteren Zillertal.

Zillertaler Zeitung

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