Behörden starten Verfahren „Umfahrung Fügen“

Foto: Land Tirol/Eqvis

Mit einem durchschnittlichen täglichen Verkehr von 18.500 Fahrzeugen und Spitzen von 29.000 Fahrzeugen zählt die
B 169 Zillertalstraße im Bereich Fügen zu einer der meist befahrenen Verkehrsverbindungen im Straßennetz des Landes Tirol. 

Bereits Ende der 1970er-Jahre gab es Überlegungen zur Neugestaltung des Straßenabschnitts. Nachdem im Jahr 2016 ein umfassender Bürgerbeteiligungsprozess gestartet wurde und sich die Gemeindeführung von Fügen auf eine Variante geeinigt hatte, sind nun die Planungen für die Neugestaltung der B 169, die Anbindung der L 298 nach Hart und den Umbau der sechs Eisenbahnkreuzungen mit der Zillertalbahn abgeschossen. 

Am Dienstag, den 21. August 2018 wurde mit der straßenrechtlichen Verhandlung das Behördenverfahren gestartet. 

Das eingereichte und straßenrechtlich verhandelte Projekt umfasst den Neubau der B 169 Zillertalstraße im Abschnitt Fügen Nord bis zum bestehenden Knoten Süd, die L 298 Harter Straße in der Gemeinde Fügen bis zur Zillerbrücke sowie die Verlegung der Zillertalbahn.

Bauzeit zirka vier Jahre

Die reine Bauzeit ist mit etwa vier Jahren veranschlagt. Die genaue Planung der Bauphasen erfolgt nach Abschluss der Behördenverfahren unter Berücksichtigung des Anrainerschutzes und der Verkehrserfordernisse.  

Die Umfahrung Fügen auf der B 169 wurde mit 67 Millionen Euro veranschlagt, die Querungen schlagen mit acht Millionen zu Buche, die Ausgaben für Lärmschutz betragen zwei Millionen Euro. 

Fünf Millionen Euro kostet die Harter Straße, vier Millionen Euro sind für Maßnahmen an Wildbächen vorgesehen.

Die Verlegung der Zillertalbahn wird mit zwei Millionen Euro angegeben. Um den Verkehr während des Baus aufrechtzuerhalten, fallen weitere sechs Millionen an. 

Wann der Baustart für das in Summe mit 95 Millionen Euro (Preisbasis 2019, inkl. „Sicherheitspolster“ für Indexierung und Unvorhergesehenes sowie Grundablösen) veranschlagte Großbauvorhaben mit seinen drei Teilprojekten sein wird, hängt vom weiteren Verfahrensverlauf und möglichen Einsprüchen ab.