Im Turnunterricht für den Umweltschutz

Fotos: HBLFA Tirol

Aus der Not eine Tugend machten Schülerinnen und Schüler der HBLFA Tirol und nutzten den Turnunterricht für eine Umweltschutzaktion. 

Anstatt - wie in COVID-Zeiten üblich - Bewegung und Sport in Form von Spaziergängen auszuüben, nahmen sie Müllsäcke und Greifstangen in die Hand und reinigten Grünflächen in Strass im Zillertal von Abfall, den andere hinterlassen haben. „Mit der Aktion erreichen wir einen tollen Mehrwert: Zur Bewegung kommt das gute Gefühl, einen merkbaren Beitrag für eine saubere Umwelt geleistet zu haben“, freute sich der Sportlehrer Dr. Bernhard Beiler über die erfolgreiche Umsetzung der Aktion im Rahmen seines Unterrichts.

Der Umweltschutzgedanke hat an der HBLFA Tirol einen hohen Stellenwert, was für eine Forschungs- und Bildungseinrichtung im landwirtschaftlichen Bereich naheliegend ist. „Wir haben schulautonom die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in unserem Lehrplan verankert. Es ist uns wichtig, den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung verantwortungsbewussten Denkens und Handelns zu vermitteln“, erklärte Direktor Ronald Zecha. Deshalb wurde die Idee, im derzeit nur sehr eingeschränkt möglichen Bewegung- und Sportunterricht bei der Aktion „Tirol klaubt auf“ mitzumachen, sofort aufgegriffen. Die Gemeinde Strass im Zillertal wies den Schülerinnen und Schülern ein Gebiet zu, in dem es liegengebliebenen Abfall zu beseitigen galt. Sowie es die Witterung erlaubte, führten sie mit großem Einsatz die Reinigungsaktion durch, die sich auf Wege, Grünflächen und Gewässer konzentrierte. Aufgesammelt wurden unter anderem Verpackungen, Plastik und Aluminiumdosen. Alle diese Gegenstände brauchen ewig, bis sie verrotten und können verheerende Auswirkungen haben, wenn sie in den Mägen beispielsweise von Kühen, Schafen und Ziegen landen.