„Otto Neururer - Hoffnungsvolle Finsternis“


Der preisgekrönte Tiroler Film „Otto Neururer - Hoffnungsvolle Finsternis“ ist am Freitag, 25. Oktober, um 19.30 Uhr im Kino Mayrhofen zu sehen. Die beiden Filmemacher, Regisseur Hermann Weiskopf und Drehbuchautor Dr. Peter Mair, werden bei der Vorstellung anwesend sein.

Das Besondere an dieser Kinovorführung: Das Publikum hat nach der Vorstellung Gelegenheit, den Filmemachern bei einer so genannten Q&A-Session Fragen zu stellen. Ganz sicher wird bei diesem Publikumsgespräch auch das Wirken von Otto Neururer in Uderns im Zillertal zur Sprache kommen. 

Otto Neururer trat seine erste Stelle als Neupriester in Uderns an. Und schon damals fiel er auf. Voller Begeisterung widmete er sich der Seelsorge. Er war sehr akkurat und setzte sich vor allem für den Besuch der Werktagsmesse ein. Was allerdings nicht zum gewünschten Erfolg führte. Aber er konnte die Gläubigen in Uderns vom hohen Wert der Messe überzeugen. Schon nach einem Jahr in Uderns wurde er nach Götzens nahe bei Innsbruck versetzt.

Schon vor dem Kinostart erregte der Film großes Aufsehen.  Im Juni waren die Beteiligten eingeladen, „Otto Neururer“ in der Filmoteca Vaticana im Vatikan zu zeigen, im Beisein hoher kirchlicher Würdenträger. Einen Tag später durften Ottfried Fischer, der in dem Film nicht nur mitspielte, sondern ihn auch koproduzierte,  und Regisseur Hermann Weiskopf bei einer Generalaudienz den Papst kennen lernen. Ebenfalls im Juni hat das Werk dann beim „Vero Beach Wine and Film Festival“ in Vero Beach, Florida, USA, die beiden begehrtesten Preise abgeräumt: den „Jury Award“, also den Preis der Jury für den bes-ten Spielfilm, sowie den „Audience Award“, den Preis des Publikums für den besten Spielfilm. Bereits Anfang Mai erhielt „Otto Neururer - Hoffnungsvolle Finsternis“ den Preis für die besten Kostüme beim South Europe International Festival im spanischen Valencia. 

„Für unser gesamtes Filmteam ist es jetzt schon ein überwältigender Erfolg, was wir mit unserem Film alles erleben durften“, sagt Hermann Weiskopf. Über den Erfolg in den USA freut sich der Regisseur ganz besonders: „Es ist einfach wunderbar zu sehen, wie berührt die Zuschauer von unserem Werk sind, und wie groß das Interesse jedes Mal ist, wenn wir im Anschluss an die Vorführung Publikumsfragen beantworten“, sagt Hermann Weiskopf. Bemerkenswert sei außerdem, so der Regisseur weiter, dass sich Jury und Publikum bei der Vergabe des Preises einig gewesen seien. „Das kommt nicht häufig vor.“

Darum geht es im Film: 

36 Stunden dauert der qualvolle Todeskampf des Tiroler Priesters Otto Neururer im KZ Buchenwald: Siebzig Jahre später macht sich Heinz Fitz, ein alternder Schauspieler und Lebensborn-Kind, mit der jugendlichen Straftäterin Sofia und dem an Parkinson erkrankten Pfarrer Anton auf die Suche nach den Spuren des seligen Priesters Otto Neururer. Heinz unternimmt die Reise durch Otto Neururers Leben, um wieder beten zu können und um die Scham über die Schuld des Vaters, der als eingefleischter Nazi Schreckliches angerichtet hat, in ihm zu heilen und inneren Frieden zu finden. 

Otto Neururer ist als erster österreichischer Priester in einem Konzentrationslager von den Nazis ermordet worden. Am 24.11.1996 wurde er von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.

Die weiteren Vorführungen im Kino Mayrhofen sind am Mi, 30.10. & Di, 5.11. jeweils um 19.30 Uhr.