Erwin Aschenwald jubiliert

Erwin Aschenwald

Wie wahr und richtig, dieses Zitat, seit früher Jugend das Motto seines Lebens, privat, beruflich und auch als Musiker. Aufrecht, kantig, geradlinig, ehrlich, eben deshalb auch manchmal unbequem, trotzdem versöhnlich und immer verbindlich, ein Mensch mit „Handschlagqualität“ sagte man früher. So kennen und schätzen wir ihn bei uns in Mayrhofen und im ganzen Zillertal, aber auch alle anderen, die irgendwo auf „der Welt“ mit ihm zu tun haben oder hatten, den Erwin Aschenwald, der kommenden Sonntag, den 25. August 2019 das 65. Lebensjahr vollendet.

 

 

 

Erwin Aschenwald ist am 25. August 1954 in Zell am Ziller geboren und im Stilluptal aufgewachsen. Sein Vater Josef Aschenwald war dort als Berufsjäger und auch als Holzknecht tätig. Seine Mutter bewirtschaftete gemeinsam mit Vater Josef das Jagdhaus in der „Stilluppe“ unter der damaligen Führung des Konzerns Mannesmann. Die Kinder- und Jugendjahre verbrachte ErwinAschenwaldim Sommer als Hüterbub auf der Alm. Vielleicht war es gerade unsere Zillertaler Bergwelt, die ihnfür seine hervorragenden Melodien und herrlichen Texte in seinem späteren Leben geprägt hat. Wobei, wie er selbst in seinem 2014 erschienenen Buch (Autoren Erwin Aschenwald & Martin Reiter) „Mit Hooo-Ruck um die Welt“ schrieb, dass „Die Schotta“ – 
„Schotta“ ist der „Vulgoname“ seiner Familie Aschenwald –allesamt musisch begabt und immer schneidig unterwegs waren und bei Hochzeiten, Kirchtagen, Waldfesten … aufspielten.

 

Bereits als Kind erlernte Erwin das Akkordeonspiel bei Franz Sauer und wurde von Hubert Weissenbacher auf der „Diatonischen“ unterrichtet. Mit dem Geld, das er sich aus seiner Tätigkeit als Hüterbub zusammengelegt hatte, kaufte er sich sein erstes Akkordeon.

 

Mit der fortschreitenden Aufbauarbeit nach Kriegsende 1945, die Kriegslaute waren endlich verstummt und wurden Gott sei Dank wieder langsam durch die „feineren Töne“ und „sanfteren Klänge“ unserer Musikanten ersetzt, bekamen mitdem Einzug des Tourismus viele Musikanten die Möglichkeit, bei Festen aufzuspielen. In diese Ära wurde Erwin Aschenwald hineingeboren und meint selbst, dass ihn die heilige Cäcilia (Patronin der Musik) auserwählt habe, Musikant zu werden.

 

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Tischlerlehre übte der junge Erwin die Tätigkeit als staatlich geprüfter Bademeister im Mayrhofner Schwimmbad aus. Zusätzlich frönte er dem Hobby der Extremkletterei mit Erstbegehungen und studierteeinige Semester am Brucknerkonservatoriumin Linz.

 

1973 nach dem Präsenzdienst gründete Erwin Aschenwald„Das Mayrhofner Duo“, es folgte „Das Mayrhofner Trio“, aus dem schluss-
endlich „Die Mayrhofner“ mit ihrem unverkennbaren Stil und Sound hervorgingen. Im Jahre 1982 nahm er am Österreichischen Akkordeonwettbewerb in Wiener Neustadt teil und ging aus diesem als Sieger mit dem Prädikat „1. Platz mit Auszeichnung“ hervor (für die Musikinsider: Pflichtstück „Poruschka“ und Freistück „La Camanella“).

 

Das Sprichwort „Musik kennt keine Grenzen“ trifft ganz besonders auf den Volksmusikinterpret, Musiker, Sänger, Akkordeonist, Geigenspieler, einfach Instrumentalist und Texter Erwin Aschenwald zu, denn er bereiste in den Folgejahren als „musikalischer Botschafter“ alle Kontinente dieser Erde und trat mit seinen „Mayrhofnern“ bei vielen großen Veranstaltungen auf (Olympische Spiele in Calgary, Alpine Skiweltmeisterschaften, Werbereisen der Österreichwerbung, unzählige TV-Auftritte wie „Musikantenstadl, Wenn die Musi spielt, Florian Silbereisen, ORF, ARD, ZDF, SF, MDR, SWR, Immer wieder Sonntags, Brieflos Show u.v.a)., schrieb zahlreiche Kompositionen für andere Künstler wie Hansi Hinterseer, Andy Borg, Stoakogler, Marc Pircher, Zellberg Buam, Ursprung Buam, Saso Avsenik und seine Oberkrai-
ner…, komponierte mit Slavko Avsenik, Horst Chmela, Prof. Hodina…, wurde auf Grund seiner „musikalischen Persönlichkeit“ zum Repräsentant der VÖV – Verband Österreichischer Volksmusikkomponisten – ernannt, hat an die 600 Eigenkompositionen aufgenommen, erinnert sich an Arnold Schwarzenegger und Gerald Ford in Vail/Colorado als wohl seine prominentesten Zuhörer und begleitete Österreichs Bundeskanzler als musikalischer Botschafter nach New York.

 

Mit Stolz kann Erwin Aschenwald zu seinem 65er auf ein schönes, erfolgreiches und mit Musik erfülltes Leben zurückblicken, auf ein Lebenswerk, das nicht nur in der Musikszene große und größte Anerkennung erhielt, sondern auch von Seiten höchster Einrichtungen unserer Gesellschaft Würdigung fand: mehrere Goldene Schallplatten, 3. Platz beim Grand Prix der Volksmusik, Ehrung des Österreichischen Harmonikaverbandes, Österreichischer Staatsmeistertitel, Verdienstmedaille der Marktgemeinde Mayr-
hofen, Verdienstmedaille des Landes Tirol, Erwin Aschenwald Platz`l im Stilluptal, Ernennung zum Repräsentant der VÖV, Innovationspreis für Musik und Kultur…und der größte Lohn eines musikalischenLebens mit Sicherheit ist: „Die ganze Familie Aschenwald singt und musiziert, auch die fünf Kinder treten in die erfolgreichen „Fußstapfen des Vaters und seiner Frau Uschi“.

 

Die Zillertaler Zeitung gratuliert dir, lieber Erwin, zu deinem 65er herzlich und wünscht dir weiterhin mit Musik erfüllte Jahre und übernimmt von dir ein paar wertvolle Zeilen von der Seite 5 aus deinem Buch „Mit Hooo-Ruck um die Welt“:

 

„Mit respektvoller Verneigung möchte ich mich bei allen Menschen herzlich bedanken, mit denen ich ein Stück Weg gehen durfte. Bei meinen Eltern, bei meiner Frau Uschi und unseren fünf Kindern Simone, Erwin, Maria, Michael und Katharina.“

 

Euer Erwin.

 

ag.