Ein aufrichtiges „Vergelt’s Gott“ für einen wunderschönen Nachmittag


Am 23. August d. J.  hat uns  die Verwaltung des  Pflegeheimes Mayrhofen-Zell - Anita, Herbert und Klaus - zu einem Ausflug geladen. Geladen wurden alle freiwilligen Helferinnen und Helfer, die in der Tagesbetreuung oder Sonstiges zum Wohle der Pfleglinge irgendeinen Dienst versehen.

Die Fahrt führte uns mit einem Bus von Christophorus Reisen nach Stans in das altehrwürdige  und schöne Schloss Tratzberg. 

Das Jagdschloss von Kaiser Maximilian ist einen Juwel und zählt sicher zu den besterhaltenen  bewohnten sowie frei zugänglichen  Schlössern in  Tirol.

Etwas zur Geschichte dieser Burg: Gegen Ende des 13. Jahrhunderts erbaut, wurde sie durch einen Brand im Jahr 1490 zerstört.  Anstatt das Schloss wieder aufzubauen, tauschte Kaiser Maximilian die Ruine gegen das Schloss Schenna bei Meran ein. Danach kam die Burg Tratzberg in den Besitz der Gebrüder Tänzl. Diese errichteten den Prachtbau, wie er sich heute darstellt, im spätgotischen Stil. Das Schloss erlebte eine wechselvolle Geschichte mit verschiedenen Besitzern und war schlussendlich  bis Mitte des 19. Jahrhunderts unbewohnt. 

Im Jahr 1847 erbte die Grafenfamilie Enzenberg dieses Schloss, baute es aus und machte es wieder bewohnbar. Es befindet sich heute noch im Besitz der Familie Goess-Enzenberg, die es zu Beginn des Jahres 1990 restaurierte  und touristisch erschloss und so für die Allgemeinheit zugänglich machte.

Frau Hildegard Lehner führte uns in profihafter Manier durch diesen Prachtbau. Obwohl wir mit Audiophone ausgerüstet waren und über diese alles Wissenswerte erfahren konnten, wusste unsere Führerin noch  sehr vieles über diesen alten Prunkbau zu erzählen.  Hildegard, im Namen aller TeilnehmerInnen möchte ich dir ein ganz großes  „Danke“ sagen!

Nach der Besichtigung wurden wir noch mit Kuchen und Kaffee verwöhnt. Die Zeit war um und begleitet von einem Gewitterregen erreichten wir  mit der Liliputbahn den Bus. Im Schloss war es ziemlich warm und schwül, deshalb war diese Dusche gar nicht so unangenehm.

Und nun noch ein paar Gedanken zu unseren freiwilligen Diensten:

Wir alle machen diese Arbeit gerne. Und wenn wir damit einen kleinen Beitrag leisten können, den hilfsbedürftigen Menschen das Leben ein bisschen lebenswerter zu machen, ist uns das Dank genug. Es hätte dieser sicher kostspieligen Ausgaben nicht bedurft. Aber wir freuten uns über diese Einladung sehr.

Im Namen aller Teilnehmer sagen wir Anita, Herbert und Klaus ein großes „Vergelt’s Gott“! Es war ein schöner Nachmittag.   

Sepp Rauch