Buchpräsentation in der Bibliothek Hippach


 

 

 

Im übervollen Saal der Gemeinden präsentierten am 16. März Angela und Alexander Pointner ihr neues Buch „Mut zur Klarheit“, dem man auch den Titel „Mut zur Wahrheit, Aufrichtigkeit und Mitmenschlichkeit“ geben könnte.

„Wir sind nicht diejenigen, die wissen, wie man mit so einem Erleben umgeht. Wir sind auch nicht diejenigen, die alles richtig machen. Aber wir sind Eltern, die sich getrauen, ihre Not, ihre Zweifel und ihr Bemühen offen zu äußern.“, schreiben sie im letzten Kapitel des Buches. Ihre Tochter hatte 2014 kurz vor der Matura einen Selbstmordversuch unternommen, lag anschließend 13 Monate im Wachkoma, bevor sie im Dezember 2015 verstarb. Dieses Buch ist ein Plädoyer für das Verstehen von Menschen, die an Depressionen leiden, aber auch für eine Gesellschaft, die psychische Krankheiten nicht tabuisiert, sondern sie wie jede andere Krankheit akzeptiert. Angela und Alexander Pointner schildern in diesem Buch, wie von einer zur anderen Stunde ihr so sicher scheinendes Leben zerbrochen ist. Und sie erzählen, wie man mit einer solch dramatischen Erfahrung umgehen kann und woher die Kraft zum Weitermachen kommt.

Diese Buchpräsentation hat alle Zuhörer zutiefst berührt und für mehr Verständnis seelischer Not und Krankheiten gesorgt. Ein Buch, das in Zeiten des Neoliberalismus, wo man nur mehr auf den „voll funktionsfähigen Menschen“ schaut, besonders wichtig ist. FJ