„Alte Tennishalle“ wird zum neuen Freizeitzentrum

Foto: renderwerk.at

v.l. Bgm. Klaus Gasteiger, Chris Coudek (Dancesation), Christian Haslwanter (vorne Mitte), Tobias Reitmeir (Rosa & Leni - Mayrhofen), Architekt Günthe


„Gut Ding braucht Weile“! Eine wohl wahre Redensart. Seit rund 19 Jahren steht die stark sanierungsbedürftige Tennishalle in der Gemeinde Kaltenbach leer  und beinahe genauso lange ist sie Grund für viele Diskussionen und stand in der Folge in ihrer Weiterverwendung vor unlösbaren Problemen. Nun aber nimmt das 2,4 Millionen Euro schwere Sanierungs-Projekt seit Dienstag, dem 28. Mai mit der Bauverhandlung am Morgen, der anschließenden Pressekonferenz und Präsentation des Projektes am Abend im Rahmen der Gemeindeversammlung Fahrt auf. Am 1. Dezember 2019 sollte dann das geplante Projekt im Vollbetrieb starten.

„Wir sind soweit“, betonte Kaltenbachs Bürgermeister Klaus Gasteiger bei der Pressekonferenz am 28. Juni 2019 im Cafe SchmiedIN „Am Schmiedeplatz“ in Kaltenbach. „Der Juni 2019 ist Start der Bauphase an der neuen Freizeitanlage. Mit „KABOOOM“ investiert die gemeindeeigene Immobilien Kaltenbach Gmbh & Co KG, die Eigentümerin von 60 Prozent der Anteile an der ehemaligen Tennishalle ist, in die Generalsanierung des Gebäudes. KABOOOM soll den Baubestand auf dem Areal aus dem Jahr 1981 ablösen und ein Zentrum für alle Bürger aus der Region und dem Zillertal werden.

In der Anlage untergebracht werden laut Architekt Günther Gasteiger im über 30 Jahre alten generalsanierten Gebäude neben den Sportadaptierungen auf rund 1.900 m²

Air Parc, Eis- & Skaterpark, Bouldern, Kegelbahn, Tanzstudio, Squash) auch Räumlichkeiten für die Schützengilde und zusätzlich sorgt die Einrichtung eines Bistros für einen Mehrwert. Im Winter wird eine Kunsteisfläche und im Sommer eine multifunktionale Freifläche geschaffen. Einmalig im Zillertal wird der „Airparc“ sein. „Uns war als Gemeinde wichtig, dass für unsere Kinder und Jugendlichen ein Angebot geschaffen wird. KABOOOM wird eine tolle Bereicherung für die Infrastruktur des Zillertals werden“, so der Bürgermeister.

„Aus der ehemaligen Disco entsteht auf 600 m2 das größte Tanzstudio im Unterland, in das die Tanzschule Dancesation vom derzeitigen Platz in Gagering mit an die 170 Schülerinnen und Schülern ins „KABOOOM“ übersiedeln wird und so auf Grund er günstigen Lage mitten im Zillertal für alle verkehrsmäßig günstig erreichbar ist“, so der Leiter Christoph Coudek. 

Auf den 1.800 m2 großen ehemaligen Tennishallenplätzen entsteht ein Air Parc nach dem Muster im Stubaital, der sich dort größter Beliebtheit erfreut, und laut Christian Haselwanter, dem Betreiber im Stubaital und nun auch in Kaltenbach im „KABOOOM“, der größte sein wird.

Abgerundet wird das Freizeitangebot, wie bereits erwähnt, mit einem Sqashcourt, einer Boulderfläche sowie einer Kegelbahn und einem Restaurant. Auch sind Räumlichkeiten für Vereinstätigkeit (Schützengilde) vorgesehen.

Finanzierung der Kosten

Die Projektkosten von 2,4 Mio. Euro erfolgen laut Bgm. über die gemeindeeigene Immobilien-Kaltenbach GmbH und der Rest wird durch Förderungen und Widmungsgewinnen finanziert.

„KABOOOM“ - ein Name, der einschlägt

Das Markenbild selbst entspringt der industriellen Architektur der Anlage und dem urbanen Flair der Umgebung. „KABOOOM ist das Abbild der Initiative rund um den Wandel der ehemaligen Tennishalle in Kaltenbach“, sagt Tobias Reitmeir von der Werbeagentur „Rosa & Leni“ aus Mayrhofen und erklärt, wie es zu dem Namen der neuen Freizeitanlage gekommen ist: „Die Marke besteht aus zwei Komponenten: Dem KA für Kaltenbach und dem BOOOM, was grundsätzlich für etwas von hohem öffentlichen Interesse steht. Die Kombination der beiden Bestandteile ergibt die Marke KABOOOM, als Ausdruck des vielfältigen und spannenden Angebots im Bereich des Entertainments.“

Eintrittspreise zum neuen Freizeitzentrum sowie Parkmöglichkeiten

„Derzeit noch nicht bekannt bzw. besprochen. Im Laufe des Herbstes wird ein Ticketsystem in Abklärung anderer Einrichtungen erarbeitet und eine entsprechende Vernetzung erfolgen“, so Klaus Gasteiger. Und weiter: „Auf Grund des völlig unterschiedlichen Angebotes sollte sich das „KABOOOM“ in keinem Fall als Konkurrenz für andere bestehende Einrichtungen erweisen“, so der euphorische Bürgermeister, der sich mit den Bürgern der Gemeinde Kaltenbach und insbesondere für das einzige Angebot in dieser Richtung im Zillertal freut. Und auch nicht unwichtig: Für Parkplätze ist gesorgt.

Vorfreude ist spürbar

 

Mit KABOOOM wird in Kaltenbach ein Gebäude geschaffen, das auch architektonisch viel hermacht. „Es ist eine Architektur der Notwendigkeit, der Argumentation und des Machbaren“, beschreibt Architekt Günther Gasteiger. „Wir wollen ein Öffnen der alten Strukturen erreichen, um dadurch eine Beziehung zwischen Innen und Außen zu erzielen, die am jetzigen heterogenen und für sich stehenden Gebäude nicht ansatzweise erahnbar ist. Dadurch wird eine soziale Interaktion zwischen den verschiedenen Altersstufen und Ereignisszenarien geschaffen.“ Auch wenn die konkreten Pläne noch nicht lange auf dem Tisch liegen, so zeigen sich schon erste begeisterte Stimmen aus der Bevölkerung. „Viele freuen sich schon darauf und können den Eröffnungstermin am 1. Dezember 2019 nicht abwarten“, sagt Gasteiger. KABOOOM soll demnach Ende 2019 in Vollbetrieb gehen. (redaktion/ag.)