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10 Jahre 3S Penkenbahn

Ein Blick hinter die Kulissen mit Seilbahntechniker Florian Tipotsch

Donnerstag, 22. Januar 2026
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Am 19. Dezember 2015 nahm die 3S Penkenbahn ihren Betrieb auf und ersetzte die frühere Anlage. Damit begann ein neues Kapitel am Penken: höhere Transportkapazitäten, mehr Komfort und modernste Technik. Einer, der bei diesem Umbruch dabei war, ist Florian Tipotsch, Seilbahntechniker und Maschinist bei den Mayrhofner Bergbahnen. 

Bauprojekt mit hohem Anspruch

„Der Bau der neuen Penkenbahn war technisch und zeitlich extrem anspruchsvoll. Die einzelnen Bauteile waren im Vergleich zur alten Bahn um ein Vielfaches größer und schwerer. Diese neuen Dimensionen sorgen für deutlich mehr Fahrkomfort und eine höhere Förderleistung als bei der früheren Anlage. Der Komfort ergibt sich vor allem durch die Bauart als 3S-Bahn. Das 3S steht für drei Seile: zwei Tragseile tragen das Gewicht der Kabinen, ein separates Zugseil zieht die Kabinen. Dadurch hängen die Kabinen ruhiger – auch bei starkem Wind – und das macht die Bahn besonders leistungsfähig. Heute transportiert die Penkenbahn an Spitzentagen rund 15.000 Personen –
berg- und talwärts.“

Weltweit erste 3S Bahn mit Kurve

„Vom Abriss der alten Anlage bis zur Eröffnung der Bahn blieben uns nur acht Monate Zeit. Das war sehr sportlich. Zusätzlich herausfordernd war, dass die Penkenbahn die erste 3S Bahn mit einer Kurve weltweit war. Allein um die Kurve exakt zu berechnen, musste von Doppelmayr für mehrere Tage eine eigene Probebahn errichtet werden. Durch diese besondere Konstruktion ergibt sich jetzt im Betrieb auch ein größerer Aufwand in der Wartung. Der Verschleiß ist durch die Kurvenkonstruktion größer und erfordert in der Revisionszeit verstärkte Aufmerksamkeit von uns Seilbahntechnikern.“

Lernen gehört zum Arbeitsalltag

„Wir haben während der Errichtung eng mit dem Chef Monteur von Doppelmayr zusammengearbeitet. So kann ich heute wirklich sagen: Ich kenne die Anlage bis ins Detail und weiß genau, wie sie funktioniert. Die Arbeitstage in dieser Zeit waren zwar lang und fordernd, aber auch spannend. Dieses Dazulernen im laufenden Betrieb ist typisch für unsere Arbeit als Seilbahntechniker.“

Seilbahntechniker: Abwechslung und Teamarbeit

„Die Mayrhofner Bergbahnen haben die größte Vielfalt an Anlagen im Tal, das bringt viel Abwechslung in den Arbeitsalltag. Auch das Arbeiten im Team macht Spaß, denn bei aller Verantwortung kommt dennoch der Schmäh nicht zu kurz. So lassen sich auch intensive Phasen gemeinsam gut meistern.“


FACTS

Geschwindigkeit: 7,5 m pro Sekunde
Kabinen für bis zu 32 Personen
Förderleistung an Spitzentagen: bis zu 15.000 Personen (berg- und talwärts)
Fahrtzeit: ca. 7 bis 10 Minuten


Fotos: Mayrhofner Bergbahnen

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