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Unwetterfront über dem Zillertal

Freitag, 23. Juli 2021
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Ziller erreicht am Pegel Hart 30-jährigen Hochwasserstand

Durch die starken Niederschlägen und dem darauffolgenden Hochwasser am vergangenen Wochenende kam es auch im Zillertal zu zahlreichen Überschwemmungen und Murenabgängen. Niederschlagsmengen über 100 mm ließen den Ziller am  Pegel Hart auf einen Höchststand im Bereich eines 30-jährigen Hochwassers ansteigen. Die Einsatzkräfte waren an diesem Wochenende im gesamten Zillertal mehr als gefordert und waren rund um die Uhr im Einsatz. Aus Sicherheitsgründen mussten zahlreiche Straßensperren eingerichtet werden.

Gerlosbundesstraße nach Murenabgang gesperrt

Aufgrund der starken Regenfälle erging im Bereich der Staumauer Gerlos eine große Mure auf die B165. Daraufhin musste die Straße aus Sicherheitsgründen bis auf Weiteres gesperrt werden.

Schönachtal Bach über Ufer getreten

Die extrem starken Regenfälle ließen den Schönachtal Bach über die Ufer treten. Dabei wurde eine Stromleitung beschädigt sowie ein Schaden an einem angrenzenden Haus verursacht. Die Einsatzkräfte der Tiwag und Feuerwehr waren mit mehreren Fahrzeugen vor Ort und mit Baggern wurde versucht, die Lage beim Bach unter Kontrolle zu bekommen. 

Ziller überflutet Felder im Bereich Hart und Schlitters

In der Nacht auf Sonntag ist in Hart der Ziller über die Ufer getreten. Dabei wurden mehrere Straßen und Felder bis nach Schlitters überflutet. Aus Sicherheitsgründen mussten daraufhin mehrere Straßensperren eingerichtet werden. Die Schäden sind noch nicht absehbar.

Ahrnbach über die Ufer getreten 

Der Ahrnbach in Stumm ist im Bereich „Bochra See“ über die Ufer getreten und flutete dadurch die Unterführung. Mit Hilfe von mehreren Baggern und den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr konnte die Lage jedoch bald unter Kontrolle gebracht werden.

Mehrere Unwettereinsätze 

in Zell und Umgebung

Am 17. und 18. Juli 2021 wurde die Feuerwehr Zell am Ziller aufgrund der Hochwasserlage zu mehreren Einsätzen gerufen. „Bach geht über“ – lautete die erste Alarmierung am Gerlosberg und daraufhin gleich am Rohrberg. Mehrere Verklausungen waren dafür verantwortlich. Weiters kam es an derselben Einsatzstelle zu einem Wasserschaden in einem Wohnhaus.

Kurz darauf erreichte die Einsatzkräfte die Meldung über einen Erdrutsch am Rohrberg. Auf einer Länge von rund 20 m kam es zu diesem Erdrutsch. In Absprache mit der Gemeinde wurde die Straße in diesem Bereich gesperrt.

Um ca. 01.00 Uhr wurde eine Kontrollfahrt im Bereich Gerlosbach durchgeführt. Hier stellte sich heraus, dass dieser enorme Wassermengen führt. 

Am 18.07.2021 wurde die Feuerwehr Zell am Ziller erneut alarmiert. Aufgrund der Lage wurde um ca. 09.30 Uhr Bereitschaftsalarm durch Kommandant Geisler ausgelöst. Nach kurzer Lagebesprechung wurden mehrere Beobachtungsposten im Bereich des Gerlosbachs aufgestellt.

Am Zellberg kam es zu einem Erdrutsch – dieser wurde durch die Feuerwehr Zell am Ziller gesichert.

Im Einsatz stand die Feuerwehr Zell am Ziller mit 41 Mann für insgesamt 6 Stunden.

Explosion in Trafostation

Am vergangenen Sonntag kam es im Gewerbegebiet von Schlitters zu einer Explosion in einer Trafostation. Zu diesem Zeitpunkt stand diese unter Wasser. Große Teile von Schlitters und Gagering waren daraufhin ohne Strom.  

Zillertaler Zeitung

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