Die österliche Bußzeit, auch Fastenzeit genannt, gilt der Vorbereitung auf Ostern. Doch noch davor hat sich im Laufe der Jahrhunderte eine andere Phase herausgebildet: Fasching bzw. Karneval, den man gar die „fünfte Jaheszeit“ nennt. Diese „Zeit außer der Zeit“ ist so alt wie die Menschheit
selbst. Der alljährliche Kampf der Elemente, in dem das alte Jahr dem neuen weichen muss und die Natur wieder zu neuem Leben erwacht, hat schon unsere früheren Vorfahren dazu gebracht, sich in Verkleidung und Maske die Gestalt der Dämonen zu geben und in diesen Kampf einzugreifen. Masken begleiten die Menschen seit früheren Zeiten – und sie haben viele Gesichter. Letztlich sind wir Menschen auch Personen hinter einer Maske. Und wenn es nach C.G. Jung geht, benützen wir alle eine Maske, um unser wahres Selbst zu verbergen und den Menschen etwas vorzuspielen. Die Faschingszeit ist schon lange vor der Christianisierung als Vorfrühlings- und Fruchtbarkeitsfest gefeiert worden, was sich vielerorts noch im ländlichen Brauchtum zeigt, etwa in der Austreibung des Winters. Erst im 12. Jahrhundert begrenzte die Kirche diese Feiern auf den Zeitraum vor der Fastenzeit. Das närrische Treiben beruht auf dem Brauch der „verkehrten Welt“, den es in vielen Kulturen gibt: für eine bestimmte, festgelegte Zeit, werden die Machtverhältnisse umgekehrt. Die Kleinen dürfen so sein wie die Großen. Unser Tipp: Wer lacht, lebt gesünde und hat mehr Spaß am Leben.
„Auch wenn uns mehr zum Weinen als zum Lachen zumute ist nach einem aufreibenden Alltag und grimmigen Gegenüber: Das Leben ist nur mit Humor zu ertragen, stellte schon Schopenhauer fest. Lachen nach einem Missgeschick ist wie so oft im Leben die bessere Medizin, um mental gut draufzubleiben. Es schenkt uns mehr Lebensfreude.“ Bernd Litti
„Wenn die Freude im Leben gänzlich fehlt, macht sich Unzufriedenheit breit, man kann die schönen Dinge des Lebens nicht mehr sehen.“ Andrea Hofer

