Zillertaler Edelbrennerer erfolgreich

Die Zillertaler Bezirkssieger (v.l.): Johann Schiestl, Markus Spitaler, Annelies Sprenger, Martin Fankhauser und Hannes Dengg


Strenge Auflagen und sensationelle Ergebnisse: Die 26. Tiroler Schnapsprämierung setzte ein kräftiges Zeichen der Kontinuität.

Die Auflagen für die Abwicklung der Verkostung waren in Corona-Zeiten eine Herausforderung. Das ungebrochene Interesse der Brennerinnen und Brenner sowie die sensationellen Ergebnisse zeigen die Richtigkeit der Entscheidung. Eine internationale Jury bewertete im Rahmen einer Blindverkostung die eingereichten Proben. Das Team aus 32 Verkostern und Helfern wurden vor Beginn ihrer Arbeit auf eine allfällige Corona-Infektion getestet. So konnten die zwei Verkostungstage für alle sicher und in gewohnter Qualität durchgeführt werden.

Die 558 eingereichten Proben von 109 Betrieben zeigen, dass die heimischen Brennerinnen und Brenner der Arbeit der hochkarätigen Jury vertrauen und das Urteil der bestens geschulten Verkoster sehr schätzen. Die Jury hatte die schwierige Aufgabe, die Erzeugnisse zu bewerten und zu reihen. Besonderes Augenmerk wurde auf Fruchtigkeit und auf den Geschmack der Destillate gelegt. Die vier Landessieger sowie alle prämierten Schnäpse und Liköre können nun mit dem Siegel „Prämierter Tiroler Edelbrand 2020“ ausgelobt werden. 32 Brennerinnen und Brenner haben mit ihren tollen Produkten die begehrte Auszeichnung als Betriebssieger erreicht. Das ist eine ganz besondere Leistung, welche die Konstanz und das hohe Niveau der Qualität ihrer Destillate eindrucksvoll bestätigt.

Zillertaler Edelbrenner erfolgreich

So wie in den vergangenen Jahren, zählten auch dieses mal die Zillertaler Edelbrenner wieder zur absoluten Spitze aller beteiligten Betriebe. So holte sich Markus Spitaler aus Hippach mit seinem Birnenbrand Rote Williams, dem Pflaumenbrand Spänling, dem Traubenbrand und dem Vogelbeerbrand zum 5. Mal in Folge nicht nur den Landessieg, sein Birnen- und Vogelbeerbrand wurde auch noch als Sortensieger gekürt. 

Aber auch zahlreiche andere Zillertaler Edelbrenner wurden bei der diesjährigen Prämierung ausgezeichnet. So zählten Martin und Kathrin Fankhauser „Stiegenhaus“ aus Schwendau mit nicht weniger als 13 Edelbrände und Likören, Hannes Dengg  aus Hippach mit 8 Edelbränden Johann Schiestl vom Hainzenberg und Annelies Sprenger aus Fügen mit 5 Bränden bzw. Likören zu den Betriebssiegern 2020. Darüber hinaus wurden noch folgende Zillertaler Betriebe prämiert: Viktoria Hotter aus Ramsau, Martin und Sylvia Kröll aus Ramsau, die Landw. Lehranstalt Rotholz, Mag. Maria-Bernadette Pfister aus Zell am Ziller, Klaus Schmalzl aus Bruck, Familie Schneeberger „Walchenhof“ aus Schwendau, Familie Troppmair aus Finkenberg, Hubert Wechselberger aus Schwendau und Hans Wechselberger aus Hippach. 

„Die diesjährige Prämierung hat gezeigt, dass die Tiroler Brennerinnen und Brenner zum einen innovativ sind, aber sich voll und ganz mit den traditionellen Bränden wie Apfel, Birne, Zwetschke und Vogelbeere identifizieren. Destillate von Enzian, Meisterwurz und Wacholder in Kombination mit Apfel und Birne folgen dem internationalen Trend von Kräuterspirituosen und Gin, aber die Vielzahl der traditionsreichen sortenreinen und regionalen Destillate ist überwältigend“, beschreibt Ulrich Zeni, LK-Referent für Obstverarbeitung, die Geschmacksvielfalt bei der diesjährigen Tiroler Schnapsprämierung.

„Das Veredeln der heimischen Früchte zu flüssigen Köstlichkeiten, welche weit über die Landesgrenzen hinaus ein hohes Ansehen erlangt haben, ist eine Kunst, die von den Tiroler Brennerinnen und Brennern perfektioniert wurde. Die gesteigerte Wertschöpfung aus den erzeugten Rohstoffen direkt vor Ort in den Betrieben sichert die Weiterentwicklung unserer kleinstrukturierten Landwirtschaft. Es werden dadurch wichtige Einkommensquellen in der Tiroler Landwirtschaft erschlossen. Zu dieser beispiellosen Erfolgsgeschichte gratuliere ich den Brennerinnen und Brennern herzlich“, lobt LK-Präsident Josef Hechenberger.