Zeitlose Kunst für Mayrhofen

Foto: Melitta Abber

Am Eingangsportal der Friedhofskapelle ist ein Fries mit 14 Kreuzwegstationen aus sieben getriebenen Kupferplatten entstanden. Ebenso stammen die Betonglasfenster der Aufbahrungshalle aus der Hand des Künstlers. Eine große Anzahl bronzegegossener Abdeckungen der Urnennischen stammen ebenfalls von Prof. Kopp. Dabei ist besonders bemerkenswert, dass bei der Gestaltung des Motives persönlich auf den verstorbenen Menschen eingegangen wurde.

Schlussendlich stammt auch der Entwurf und die Gestaltung des Europabrunnens beim alten Friedhof in Mayrhofen von Prof. Elmar Kopp. Dieser Brunnen mit den bronzenen Einlaufhähnen und den Wappen gilt als Symbol für die Partnerstädte der Marktgemeinde Mayrhofen.

Noch im vergangenen Jahr fand anlässlich des 90. Geburtstages die letzte Ausstellung in Imst statt.

Eines seiner größten Werke ist die gesamte künstlerische Gestaltung der Benediktuskapelle im Stift Admont. Ein Besuch des Stiftes sollte untrennbar mit der Besichtigung dieses Meisterwerkes verbunden sein.

Als dritter von vier Buben bedrufte es in dieser Zeit einer gewaltigen Willenskraft von seiner Seite, dass er sich den Traum „Künstler zu werden“ verwirklichen konnte. Obwohl sich Prof. Kopp seinen rechten Arm bei einem Arbeitsunfall verlor, ließ er sich nicht davon abhalten von 1951 bis 1954 an der Akademie der bildenden Künste in Wien Malerei bei Josef Dobrowsky und Herbert Boeckl sowie Bildauerei bei Fritz Wotruba zu studieren und schloss dieses Studium 1954 mit dem Staatspreis ab. ZahlreicheStudienreisen führten ihn durch Europa, Afrika und Asien. Seit 1956 lebte und arbeitete er bis zuletzt in Imst als freischaffender Künstler.