Aus der Kirchengeschichte von Stumm


Im 8. Jahrhundert schenkte Herzog Tassilo von Bayern dem von ihm gegründeten oberbayrischen Stift Herrenchiemsee einige Güter in Stumm und auf dem Stummerberg. Daraus entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte die „Hofmark Stumm“. 

Verwaltet wurde die Hofmark von einem Vogt. Die Vogtei übten seit 1244 die Herzöge von Bayern und ab 1504 die Grafen von Tirol aus. 1849 entstand aus der Hofmark die heutige Gemeinde Stumm, die aus den Ortschaften Stumm, Acham, März und Ahrnbach besteht. Die Kirchengemeinde Stumm, zu der auch die Gemeinde Stummerberg

sowie der Ortsteil Distelberg (Gemeinde Aschau) gehört, ist der Erzdiözese Salzburg zugehörig. Die Pfarrkirche ist dem hl. Rupert geweiht. Obwohl erst 1414 erstmals urkundlich erwähnt, dürfte - das ergaben Bodenuntersuchungen - schon zwischen 900 und 1100 an dieser Stelle eine Kirche gestanden haben. Die heutige Kirche wurde 1511 erbaut und 1765 umfassend neugestaltet, wozu auch eine Verlängerung des Kirchenschiffs gehörte. Gleichzeitig erfolgte die Barockisierung des Gotteshauses. Aus dieser Zeit stammen auch die gemalten Stukkaturen sowie die Fresken, die Christoph Anton Mayr zugeschrieben werden. Ehrwürdigstes und aus theologischer Sicht interessantestes Werk der Kirche ist das sogenannte Gnadenbild von Stumm, das Maria mit dem Kind darstellt. Es bildet den Mittelpunkt des Rokoko-Hochaltares, der einst in der Fügerschen Kapelle in der Stadtpfarrkirche von Hall gestanden hatte. Stumm ist seit 1858 eine Pfarre.

ah