Silberberg - Das Schwazer Knappenspiel

TVB Silberregion Karwendel

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Die Sonne zieht bereits gegen Westen und die Franz-Josef-Straße wird vom Schatten der Schwazer Altstadt eingehüllt. Nur noch die weiß-goldene Barbara Statue oberhalb der Pforten der Pfarrkirche glänzt im letzten Licht des Tages.Wo vor einigen Tagen noch die steinerne Treppe in das Gotteshaus führte, befindet sich nun die Bühne, so wie sie sich Karl-Heinz Steck, der Bühnenbildner, vorgestellt hat. Einfach, so wie die Zeiten damals, scheint der mit Steinen und vielleicht sogar Silber bedeckte Schauplatz.

 

 

 

Gespannt finden sich die letzten Besucher auf ihren Plätzen ein und fiebern nun auf den Beginn des Stücks hin. Über 500 Premierengäste, unter andern auch die ehemalige Ministerin für Wirtschaftsstandort und Digitalisierung Margarethe Schramböck, der Landeshauptmann Stellvertreter Josef Geisler und die Landesrätin Beate Palfrader wenden ihren Blick der gotischen Kirche zu. Mindestens ebenso gespannt sind die Akteure rund um den Regisseur Markus Plattner. Monatelange Proben der Laien- und Profi-Schauspieler vergingen, um sich auf diesen Moment vorzubereiten. Dichter Nebel breitet sich am Schauplatz aus und das Abdunkeln der Beleuchtung kündigt den Start der Aufführung an. Vollkommene Ruhe kehrt ein. Ein Lichtkegel fällt in die Mitte des Podiums. Das Augenmerk liegt auf der Heilige Barbara in Persona, die Verkörperung des Guten, sie wird lange nicht mehr gesehen.Unheilverkündende Musik, eigens komponiert von Christof Kammerlander, betont die prekäre Lage des Bergbauvolkes und kündigt den unaufhaltbaren Untergang der Silberstadt an.

 

Genau dieser vergangenen Zeit verschrieb sich Felix Mitterer, zu Ehren Kaiser Maximilians. Der Dramaturg beließ es aber nicht bei einem simplen Machtkampf zwischen Arm und Reich, sondern baute sein Werk aus und bündelte die Finanzkrise der Habsburger, den Knappenaufstand sowie den Glaubenskonflikt zwischen Katholiken und Protestanten in ein Stück. „Ein dichter Stoff, den Felix mit Silberberg vorlegt“, findet die Dramaturgin Veronika Schwarz.

 

Dem Spielleiter und Schauspieler Markus Plattner gelingt es, eine mystische Ebene zwischen Gut und Böse zu schaffen. Die nur allzu menschliche Suche nach einem Feindbild gestaltet sich zu anfangs schwierig, mit dem übermächtigen Kaiser Ferdinand I. und dem reichen Kaufmann Herr Fugger als Kontrahenten, oder doch Verbündeten?

 

Das Stück „Silberberg“ lässt in jedem Fall Spannung, Mitgefühl und eine geballte Ladung Dramatik auf die Zuseher los. Der Obmann des Tourismusverbandes Silberregion Karwendel Andreas Jenewein und die Geschäftsführerin Elisabeth Frontull, sowie der Bürgermeister von Schwaz Dr. Hans Lintner zeigen sich begeistert. Die Hauptspieltermine sind bereits restlos ausverkauft.

 

Karten gibt es noch für die Zusatztermine am 25.8. und 1.9. um jeweils 20.30 Uhr.