Sehnsucht


„Der Mensch ist für die Ewigkeit erschaffen. Er ist keine Eintagsfliege, deren Stunden gezählt sind. In ihm ist eine unendliche Sehnsucht. Wir schauen über den Tellerrand unserer kleinen Wünsche. Wir durchbrechen den Horizont unserer alltäglichen Sorgen. Und wir ahnen, dass etwas Größeres in uns schlummert, das wir nie in 70 oder 80 Jahren befriedigen können. Unsere Pläne müssen groß genug sein, um Gott einzuschließen. Sie müssen weit genug sein, um die Ewigkeit zu umfassen. Die Gesichter der Menschen spiegeln diese Sehnsucht. Alle Welt trägt einen Wunsch in sich, viele Wünsche, eine Unendlichkeit von Wünschen: noch ein Gläschen, noch ein Stück Kuchen, noch einen Kuss, noch eine Reise. Alle Gesichter sind verwundet von diesem Hunger. Wir sind wie Zugvögel, die, an einem fremden Ort geboren, in sich die geheimnisvolle Unruhe empfinden und den Ruf des Blutes, immer neu aufzubrechen. Diesem Ruf können wir nicht entfliehen. In allem, was wir tun und erstreben, kommen wir nicht zum Ziel. ‚Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in Gott‘, formulierte Augustinus schon im 4. Jahrhundert.“

Erich Purk

„Der Himmel! Mein Ziel! Dort, wo Gott ist. Das ist mein einziger Hunger. Nicht ein Hunger des Gaumens, sondern eine segensreiche Sehnsucht nach Gott, der wünscht, dass wir nach ihm verlangen.“

Maria Valtorta

„Das Feuer der Sehnsucht malt die Schatten der Einsamkeit. Das Glück dieser Erde sind Momente der Zärtlichkeit. Das Feuer der Sehnsucht brennt sich tief ins Herz hinein. Was immer du tust, was immer du fühlst ich bin dein.“

Francine Jordi

„Sehnsucht ist etwas wie Einsamkeit, wie ein Traum, von dem nur ein Lächeln bleibt. Wer mit ihr durch‘s Feuer geht, der weiß, dass die Liebe lebt. Es kann Heimweh sein nach Zärtlichkeit, so als ob es kalt in die Seele schneit. Mein Gefühl sagt mir schon lang, die Sehnsucht bleibt mir treu.‘

Stefanie Hertel

„Wer die Sehnsucht kennt, versteht wie ich mich fühle; ich bin hilflos zwischen hier und irgendwo. Und ich suche wieder neu, ich bin nicht gerne frei. Diese Leere tief in mir-wer füllt sie aus?“

Claudia Jung