Terminänderungen im Mariengarten


Der für den 19. Oktober geplante Workshop muss leider verschoben werden. Der neue Termin unter dem Thema „Räuchern mit den Mariengartenkräutern“ wird im November sein und rechtzeitig bekannt gegeben werden.

Ein weiterer wichtiger Termin ist der Mittwoch, der 16. Oktober. An diesem Tag findet um 16.00 Uhr die letzte Kräuterführung im Mariengarten in Schlitters statt. FNL-Experte Richard Rieser zeigt und erklärt die aktuellen Küchenkräuter. Letzte Chance in diesem Jahr.

Wer jetzt noch den Mariengarten besucht und den Herbst genießt, sollte sich den riesigen Alant anschauen. Er hat einen Durchmesser von ca. 2 Metern. Seine Blätter haben einen Mittelsteg von 1,5 Metern. Seine herrlich gelben Blüten haben wir schon verarbeitet. Aber wozu benötigt man Alant?

Alant ist schon seit der Bronzezeit bei uns heimisch und wird als Heilpflanze kultiviert. Leider ist er in den letzten Jahren auch in den Bauerngärten recht selten geworden. Er blüht von Juni bis September. Verwendet wird hauptsächlich die Wurzel, welche im zeitigen Frühjahr oder im Herbst gegraben wird. Blätter und Blüten können aber ebenso verwendet werden - diese werden zur Blütezeit geerntet.

Alant gilt als eine der ältesten Heilpflanzen und wurde gerne als Universalheilmittel eingesetzt: bei Bronchial- und Lungenleiden, zur Schleimlösung aus der Lunge und für leichteres Abhusten sowie bei Magen-, Darm-, Gallebeschwerden und Leber-, Blasen-, Nierenproblemen. Das amerikanische National Cancer Institute bestätigt, dass der echte Alant krebshemmende Wirkung hat. 1804 wurde erstmals der Wirkstoff Inulin aus dem Alant isoliert.

Die majestätische Gestalt der Pflanze und die Blütenköpfe, die wie kleine Sonnenblumen aussehen symbolisieren die Kraft der Sonne. Deshalb wird Alant gerne in Räuchermischungen in der dunklen Jahreszeit verwendet, um sich die Lichtkraft der Sonne zu holen. Seine keimtötende Wirkung, ähnlich der des Wacholders, wurde beim Ausräuchern von Haus und Hof eingesetzt.