Aus der Ortsgeschichte von Schlitters


Schlitters ist einer der ältesten Orte im Zillertal. Nach der Besetzung der Alpenländer durch die Römer gehörte der Raum von Schlitters zur Provinz Rätien.

Im 6. Jahrhundert drangen die germanischen Baiern (Baiwaren, Bajuwaren) in das Zillertal ein, das Teil des Herzogtums Baiern und damit des Frankenreichs wurde. Im Jahre 931 wird Schlitters als „Slitteres“ erstmals urkundlich erwähnt. Schlitters hatte schon in frühen Zeiten seinen eigenen Adel „Die Edlen von Schlitters“. Die sogenannten Ritter von Schlitters waren im Hochmittelalter ein hochangesehenes Geschlecht, Dienstmannen von Andechs. Dieses Geschlecht hatte große Besitztümer; sie erstreckten sich bis zur bayrischen Grenze. Ihnen gehörte u.a. auch das Achenseegebiet, das sie dem Benediktinerkloster St. Georgenberg schenkten. Als Dank dafür begehrten die Edlen von Schlitters das Begräbnis auf St. Georgenberg. Leider sind ihre Grabsteine durch die mehrmaligen Feuersbrünste, die St. Georgenberg immer wieder heimsuchten, gänzlich verloren gegangen. Im Jahre 1275 starben die Ritter von Schlitters aus. Ihr Besitz wurde an die Rottenburger und später an den Landesfürsten übergeben. Die Burg der Edlen von Schlitters stand wahrscheinlich oberhalb des Dorfes. Durch die starken Vermurungen des Öxlbaches ist von ihr nichts mehr zu sehen. Das  Wappen der Edlen von Schlitters, eine weiße (silberne) Schlittenkufe in rotem Feld - das ursprüngliche Wappen weist jedoch zwei silberne Schlittenkufen auf - ist seit 1956 das Wappen der Gemeinde. ah