Raiffeisen schafft Meilenstein für Ramsau

Die Raiffeisen-Vorstände Helmut Pölzl, Michael Sporer & Peter Gomig (v.l.) freuen sich über den neu geschaffen „Platz des Miteinander“ in Ramsau.

Alexandra Rieder - „Dieses Projekt ist das Ergebnis eines gelebten Miteinanders aller Beteiligten. Schön, dass wir hier so viele Menschen begleiten du

Foto: Blitzkneisser

Dipl.-Ing. Hans-Peter Kircher - Die Philosophie des Projektes besteht in dem Bestreben, eine sinnvolle Bebauung dieses Areals zu bewerkstelligen und e


Mit der offiziellen Eröffnung des Raiffeisenplatzes am vergangenen Wochenende ging nicht nur für die Verantwortlichen der neu gegründeten „Raiffeisen Hippach Miteinander eGen“ eine Vision in Erfüllung, sie setzten damit auch einen Meilenstein für die Gemeinde Ramsau und der gesamten Bevölkerung.

Doch der Reihe nach. Mit der Aussiedelung des Lagerhauses an den neuen Standort bot sich für die Raiffeisenbank Hippach und Umgebung im Jahr 2015 die einmalige Chance, die freigewordenen Grundflächen in bester Lage für nachhaltige Infrastrukturmaßnahmen zu nutzen. Viel wurde daraufhin in den Jahren 2016 und 2017 diskutiert, Nachnutzungsmöglichkeiten geprüft, Ideen geschmiedet und auch wieder verworfen. Dabei kam man immer mehr zum Schluss, dass man die Sache selbst in die Hand nimmt.  Dafür wurde die Errichter- und Betreibergenossenschaft „Raiffeisen Hippach Miteinander eGen“ gegründet und man begann mit der Planung zur Bebauung dieses wichtigen und zentral gelegenen Areals. 

Mit dem Architekturbüro Dipl.-Ing. Hans-Peter Kircher wurde ein kongenialer Partner gefunden, der gemeinsam mit den Vorständen Michael Sporer, Peter Gomig und Helmut Pölzl ein Konzept der Nachhaltigkeit entwickelte. „Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele“ lautet die Philosophie der drei Vorstände - basierend auf dem Grundsatz von Gründervater Friedrich Wilhelm Raiffeisen - und sie betonen uniso, dass für dieses Projekt nicht die Gewinnmaximierung, sondern die Investition in die Region, die Schaffung von Arbeitsplätzen und vor allen Dingen, dass das eingesetzte Kapital in der Region verbleiben soll, ihr oberstes Ziel waren. Und so verwundert es nicht, dass mit Ausnahme der Aufzüge und einigen Spezialfirmen alle Arbeiten von heimischen Betrieben ausgeführt wurden.

15 Million Euro wurden, inkl. Grundstück, in dieses Projekt investiert und damit 47 leistbare Mietwohnungen in der Größe von 30 bis 80 m2, 9 Geschäfts- und 3 Büroeinheiten, 80 Parkplätze sowie 61 Tiefgaragenplätze geschaffen. Durch die Ansiedlung der Partnerbetriebe konnten über 60 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Doch damit nicht genug. Im Sinne der Nachhaltigkeit setzte man für die vier Häuser auf erneuerbare Energien und schuf mit einer thermischen Grundwassernutzung für Heizung und Kühlung ein Umwelt-Ausrufezeichen. Eine Photovoltaikanlage wird demnächst noch installiert und damit ist der neue Raiffeisenplatz Ramsau CO2 neutral und energieautark.

Ein besonderes Anliegen und damit gleichzeitig ihrer Philosophie geschuldet war den Initiatoren dieses Projektes von Beginn an das „Miteinander“. So wurden zum Beispiel von Planungsbeginn an alle gewerblichen Mieter bei der Raumeinteilung der Geschäftseinheiten mit eingebunden und so kann die „Raiffeisen Hippach Miteinander eGen“ bereits jetzt darauf verweisen, dass  bereits bei Baufertigstellung alle vorhandenen Wohneinheiten  vermietet sind. „Hier gehört eine weitere, wichtige Partnerin des Raiffeisenplatzes erwähnt, die uns bei der Vermietung der Wohnungen mit immenser Unterstützung als Partnerin zur Seite stand - Frau Mag. Alexandra Rieder von immora-Immobilien“, erklären die Vorstände. Mit viel Umsicht und Feingefühl wurde bereits im Vorfeld darauf geachtet, dass am neuen Raiffeisenplatz ein stimmiger Mix von Betrieben, Wohneinheiten, der Werkstätte und den betreuten Wohnungen der Lebenshilfe Tirol ihr zuhause finden sollen. 

Stimmig und als Win-Win-Situation bezeichnet Vorstand Peter Gomig auch die neue Anbindung der Zillertaler Verkehrsbetriebe mit Zug- und Busterminal sowie die Verbindung zur Zillerpromenade mit Radweg und dem Spielplatz. 

Nur mit dem bereits zitierten „Miteinander“ war es möglich, dieses knapp 7.000 m2 große Areal in dieser kurzen Zeit und in dieser Form zu verwirklichen. So möchte sich das gesamte Raiffeisen-Team an dieser Stelle bei der Gemeinde Ramsau mit Bürgermeister Fritz Steiner, den Zillertaler Verkehrsbetrieben, dem Architekten Hans-Peter Kircher, der Immobilien-Spezialistin Mag. Alexandra Rieder und last but not least bei allen fleißigen und hilfreichen Händen für die hervorragende und beispielhafte Zusammenarbeit bedanken.