Über 800 Läufer feierten in Mayrhofen ein Fest des Trailrunnings

Sieger der „LONG“ Distanz.


Ausverkaufte Veranstaltung, begeistertes Publikum und glückliche Sportler - die Mayrhofen Ultraks Zillertal waren am letzten Samstag, den 12. September ein Erfolg auf ganzer Linie! Unter besonderen Corona-Bedingungen feierte die Trailrunning-Community im Zillertal bei perfektem Wetter ein Fest des Berglaufsports für Profis wie Einsteiger gleichermaßen.

Mit einem ausgeklügelten Hygiene-Konzept konnte die Veranstaltung aufwarten, sodass beim ersten Start um 7.45 Uhr für die 50-Kilometer- und die 30-Kilometer-Distanz nur 100 Läufer auf ihren vorher markierten Plätzen standen. Doch bereits fünf Minuten später folgten die nächsten 100 - in Wellen ging es auf die malerische Strecke in den Tuxer Alpen. Es sollte nur knapp über fünf Stunden dauern, bis mit Hannes Namberger (Ruhpolding) der erste Läufer die 50 Kilometer durch die Berge hinter sich gebracht hatte. 

Bis dahin war rund um das Europahaus einiges geboten: Mehr als 70 Kinder ab vier Jahren nahmen, eingeteilt in Altersklassen, an einem Hindernislauf rund um das Kongresszentrum teil, dazu gab es mit den Strecken Short (14,5 Kilometer) und der neuen, sieben Kilometer kurzen Ultra-Short einsteigerfreundliche Trails, an denen sich auch viele Hobbyläufer versuchten. 

Großer Jubel brandete nach zweieinhalb Stunden auf: Christian Mathys aus der Schweiz sicherte sich den Sieg auf den 30 Kilometern und so das begehrte „Golden Ticket“ für die von Salomon veranstaltete Golden Trail World Series Championship auf den Azoren. Eine halbe Stunde später kam mit der in Salzburg lebenden Tschechin Marcela Vašínová die erste Frau auf der Mitteldistanz ins Ziel. Auch sie wird Ende Oktober auf den Azoren an den Start gehen dürfen.

Mit viel Spannung wurde dann das Ergebnis der Langstrecke erwartet: Mit Lokalmatador Markus Kröll bewegte sich hier ein Zillertaler zu jeder Zeit auf einer Spitzenposition, doch gegen Namberger und den Italiener Andreas Reiterer war für ihn letztlich kein Kraut gewachsen. Für Spannung war dennoch gesorgt, denn, wie die Zuschauer auf der LED-Wand jederzeit nachverfolgen konnten, bahnte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Rang drei an. Mit dem Deutschen Florian Reichert war Kröll gleichauf, auch dann noch, als die beiden von der Mayrhofner Hauptstraße in den Zielbereich abbogen. Hier sorgten die beiden Sportler für den Moment des Tages: Hand in Hand liefen die beiden über die Ziellinie, teilten sich den dritten Rang und stellten ihren Sportsgeist unter Beweis. 

Veranstalter Mirko Gröschner war trotz der besonderen Umstände mit dem Rennen hochzufrieden: „Auch die zweite Auflage hat uns gezeigt, dass das Zillertal ein wunderbarer Ort für diese Art von Lauf ist: Perfektes Wetter, tolle Läufer und eine Menge Helfer, ohne die so ein Event nicht möglich wäre.

Wir freuen uns schon jetzt auf den 11. September nächsten Jahres - hoffentlich dann ohne Corona. Und falls doch hat unser Hygienekonzept gezeigt, dass wir auch damit umgehen können.“

Einen ersten Vorgeschmack darauf, was die Läufer im kommenden Jahr erwartet, gab es von Florian Grasel: 

Der Österreicher hatte um Mitternacht den Berliner Höhenweg begonnen und kam nach 16:25 Stunden und 100 Kilometern in den Beinen unter dem großen Applaus des Publikums und der anderen Läufer ins Ziel - wer also glaubt, 50 Kilometer über die Berge sind ein Klacks, wird aller Voraussicht nach im kommenden Jahr eine echte Herausforderung bekommen.