Licht am Ende des Tunnels


„Die Welt ist eine Null; für sich allein gilt sie nichts, aber in Verbindung mit dem Himmel viel. Daher sei man auf ein gutes Ende bedacht.‘‘    Balthasar Gracian

Menschen, die einen klinischen Tod überlebt haben - man spricht in diesem Fall von einem Nahtod-Erlebnis - erzählten von einem Tunnel, an dessen Ende ein Licht strahlte, das intensiver war als die Sonne, aber die Augen nicht blendete. Je näher sie diesem Licht gekommen sind, desto ruhiger und wohler haben sie sich gefühlt.

Ruhiger sind wir in der Quarantänezeit der Coronakrise wohl auch geworden, zumindest konnten wir dem Stress für eine Zeit lang ein wenig entfliehen, aber ob wir uns dabei wohl gefühlt haben, möge dahingestellt bleiben. Zwei Dinge hat uns diese Quarantänezeit aufgezeigt: Der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen - und alle Völker und Nationen sitzen im selben Boot. Das Virus kennt nämlich keine nationalen Grenzen!

Wir können aufatmen: Die Bezirkszahlen der aktuell Infizierten sind auf ein Minimum geschrumpft. Das Licht am Ende des Tunnels wird immer heller, zudem auch noch in weiten Teilen Europas wieder uneingeschränkte Reisefreiheit herrscht.

Eine Frage bleibt: War das Coronavirus ein „Zufall“? Vom religiösen Standpunkt aus gibt es keinen Zufall; alles ruht in der gütigen Vorsehung Gottes, die alles weiß und das Ende aller Dinge findet. Uns fehlt die Über- und Weitsicht. „Nichts auf der Welt geschieht von ungefähr“, sagte schon Augustinus. Wir können die Zukunft nicht voraussehen und weil wir dies nicht können, können wir auch den Sinn der Weltgeschichte nicht restlos deuten.                   

ah

Sweit Jahrtausenden fragen sich Millionen und aber Millionen Menschen, wohin es geht, wenn der Gang über diese Erde seinem Ende zugeht. Und von den Menschen der Steinzeit bis zum heutigen Tage glauben die meisten Erdenbürger daran, dass mit dem Tode nicht alles aus sein kann. Denn so weit die Wissenschaft die Geschichte der Menschheit in das Dunkel der Vorzeit zurückverfolgen kann, stößt sie immer wieder auf unumstößliche Beweise, dass für sie der Glaube an ein

Jenseits und eine göttliche Übernatur etwas Selbstverständliches war: Beigaben in den Steinzeitgräbern bezeugen den Glauben an ein persönliches Weiterleben nach dem Tode. Leider sind die Menschen unserer Tage zu sehr dem Diesseits verhaftet. Sie interessieren sich nicht mehr für ein Weiterleben nach dem Tode. „Der Mensch begeht den Fehler, das Erdenleben als Hauptform und nicht vielmehr als untergeordnete Form seiner Existenz zu betrachten.

Das Leben erschöpft sich nicht auf der Erde, noch ist diese überhaupt eine abgeschlossene Lebensform‘‘, formuliert Robert ames Lee treffend. Das Erdenleben ist eher ein „Anfangsetatstadium“, das im Jenseits seine Fortsetzung findet. „Die Wissenschaft hat festgestellt, dass nichts spurlos verschwinden kann. Die Natur kennt keine Vernichtung, nur Verwandlung. Alles,

was Wissenschaft mich lehrte und noch lehrt, stärkt meinen Glauben an ein Fortdauern unserer geistigen Existenz über den Tod hinaus‘‘, sagt kein Geringerer als Wernher vonraun. Es gibt halt etwas, was sich unsere Schulweisheit nicht träumen lässt.