Gefahrenquelle Schneefelder


Die sommerlichen Temperaturen steigern bei vielen Naturbegeisterten die Lust am Bergsteigen und Wandern. Die meisten Schutzhütten haben ihre Gaststuben und Aussichtsterrassen geöffnet und bieten entlang der beliebten Weitwander- und Höhenwege in den Zillertaler Alpen traditionelle Gastfreundschaft.

Jedoch können jetzt im Frühsommer beim Queren von steilen Schneefeldern oftmals heikle Situationen entstehen. „Das Begehen von Schneefeldern im Sommer wird häufig unterschätzt. Ein Sturz auf einem steilen Firnfeld entspricht nach nur wenigen Metern einem freien Fall“, so Bergführer Florian Wechselberger. Daraus folgende ernsthafte Verletzungen und tödliche Abstürze zeigt die Unfallstatistik von Kuratorium für Alpine Sicherheit und Alpinpolizei der vergangenen Jahre.  

„Die gewissenhafte Planung, Gruppengröße, aktuelle Wettersituation und Zustand der Wege sind wesentliche Schritte vor jeder Bergtour. Entsprechende Ausrüstung wie stabile, mindestens knöchelhohe Bergschuhe mit guter Profilsohle und Handschuhe sind unerlässlich. Auch ein leichter Pickel, sowie Leichtsteigeisen oder Spikes leisten gute Dienste beim Queren von Schneefeldern“, ergänzt der Bergführer. Um in Notfallsituationen optimal reagieren zu können, sind Mobiltelefon, Erste-Hilfe-Paket, Biwaksack, Stirnlampe und Karte/GPS als Standardausrüs-tung immer dabei. 

Rasches und entschlossenes Handeln kann im Ernstfall Leben retten. Rutscht man auf einem Schneefeld aus, ist es wichtig, sich sofort in Bauchlage zu drehen und mit abgespreizten Armen und Beinen in Liegestützposition zu bremsen.