Klang der Alpen ist ausgeklungen

Hannes Pramstraller und Martin Reiter (rechts) verschließen das Tor von Schloss Fügen. Der „Klang der Alpen“ ist im historischen Gebäude somit verklun

Foto: Martin Reiter

Die Landesausstellung „200 Jahre Stille Nacht“ ist Geschichte. Unter der großen Dachmarke „Stille Nacht“ schlossen sich für das Jubiläum die sieben Salzburger Orte Arnsdorf/Lamprechtshausen, Oberndorf, Stadt Salzburg, Hallein, Hintersee, Mariapfarr und Wagrain erstmals zu einer großen Landesausstellung zusammen. Ergänzt wurden sie um Hochburg-Ach in Oberösterreich (Geburtsort von Franz Xaver Gruber) und Fügen im Zillertal, von wo aus die internationale Verbreitung des Liedes seinen Ausgang nahm. 

Anfang Februar schlossen nun alle Ausstellungen ihre Pforten, so auch das Barockschloss in Fügen. Organisator Hannes Pramstraller und Kurator Martin Reiter haben diese Woche das Schloss wieder für die „Nachnutzung“ ausgeräumt. Sie blicken auf über 5.000 BesucherInnen zurück. Hannes Pramstraller: „Vor allem auch die über 100 Medienkontakte, unzählige Zeitungs-, Radio- und TV-Berichte haben eine ungeheure Werbung für das ganze Zillertal und nicht nur Fügen gebracht.“ Martin Reiter ergänzt: „Unsere Ausstellung wurde von der Fachwelt durchwegs äußerst positiv bewertet, vor allem aber von den Besucherinnen. Über 99 Prozent verließen die Ausstellung, indem sie einen lachenden Smiley aufklebten.“ 

Was für Pramstraller und Reiter noch ein weiterer bleibender Mehrwert der Ausstellung ist: Die ehemalige negativ behaftete „Bubenburg“ hat es im Image und Sprachgebrauch, in der Berichterstattung und im Wortschatz der Bevölkerung zum „Barockschloss Fügen“ geschafft.

Nun wartet für Martin Reiter noch eine große Nacharbeit. Reiter: „Nachdem über 90 Prozent der Objekte aus meiner Sammlung stammen, heißt es jetzt wieder aufräumen, einsortieren und archivieren.“ Die nächste große Ausstellung mit Objekten aus Martin Reiters Sammlung wird übrigens in knapp einem Jahr in Mantua eröffnet - das Hofer-Museum an der Porta Giulia. Für deren Umsetzung sorgt derzeit noch der designierte neue Direktor des Tiroler Landesmuseums, Peter Assmann.