Bücher


Als das älteste Buch, das bis heute erhalten ist, gilt der „Papyrus Prisse“, der in der Pariser Nationalbibliothek aufbewahrt wird. Er wurde in einem Grab bei Theben gefunden und dürfte aus der Zeit um 2600 vor Christus stammen. Das Buch enthält eine Sammlung von Sprüchen. Nicht nur zu jener Zeit, sondern bis ins Mittelalter mussten alle Bücher noch mit der Hand geschrieben werden. „Gedruckt“ wurde das erste Buch im Jahr 1455 von Johannes Gutenberg. Es war die 42-zeilige Gutenberg-Bibel, von der insgesamt 200 Exemplare erschienen sind. Aus dem geschriebenen Wort wurde das gedruckte Wort. Es gab nun das Buch, und das Buch ließ sich erwerben. Wer zu den Gebildeten gehörte, konnte es lesen. Die sprachliche Fixierung von Gedanken, für die die Zeit reif war, brachte einen entscheidenden Bewusstseinswandel in Gang. Die Bücher der Evangelisten schufen Religion und Kultur. Bücher können also über lange Zeiträume hinweg nachwirken, ohne dass der Einzelne sich ihres Einflusses bewusst ist. Wer weiß heute noch, dass die Kriterien, nach denen er seit Jahren die Welt beurteilt, weitgehend auf Werke des Aristoteles (gest. 322 vor Christus) zurückgehen? Aber nicht immer gereicht die Macht des geschriebenen Wortes der Menschheit zum Segen.

So etwa spiegelt Gobineaus Schrift über die „Ungleichheit der menschlichen Rassen“, die er um 1850 verfasst hat, eine Denkweise wider, die die jüdische Massenvernichtung nicht gewollt, sie aber dennoch vorbereitet hat. Seine Schlagworte hatten furchtbare Auswirkungen.

 

„Die Erfindung des Buchdruckes ist das größte Ereignis der Weltgeschichte.“

Victor Hugo

 

„In Büchern liegt die Seele aller vergangenen Zeiten.“

Thomas Carlyle

 

„Ein Buch ist wie ein Garten,

den man in der Tasche trägt.“

Aus Arabien