Aus der Kirchengeschichte von Ried


Seine Erstnennung verdankt Ried einer kirchlichen Quelle: Im Traditionsbuch des Klosters Chiemsee ist in einer auf ca. 1150 anzusetzenden Vertragsnotiz unter den den Vertrag bezeugenden Männern ein „Quudelricus de Riede“ (= Ulrich von Ried) genannt.

Der Edle Gotelieb von Harde gab an Herrenchiemsee einen Weingarten zu Velse oder Völs bei Bozen und dies bezeugen Heinrich von Chaltenbach, Ulrich von Ried, Rudolf von Helfenstein und Konrad von Haselbach. Zu jener Zeit gab es im Zillertal nur die beiden Ur- und Großpfarren Fügen und Zell. Seit dem 13. und 14. Jahrhundert wurden in den größeren Ortschaften eigene kleine Kirchen mit Friedhöfen gebaut. Für das Jahr 1434 ist erstmals eine Andachtststätte (Kirchlein oder Kapelle) in Ried überliefert. An dieser Stelle wurde von 1496 bis 1498 von Leonhard Plutauer, Baumeister von Rattenberg, eine Kirche erbaut. Die jetzige, spätbarocke Kirche wurde in den Jahren 1774 bis 1778 von Thomas Sandbichler aus Jenbach errichtet. Die Weihe erfolgte 1781. Im Jahre 1891 wurde Ried zu einer eigenständigen Pfarre erhoben. 1981 erfolgte die Umbenennung der Pfarre Ried in Pfarre Ried-Kaltenbach. 

ah