40 Jahre Briefmarkensammlerverein Zillertal


Vor 40 Jahren, am 4. Dezember 1979, trafen sich 34 Briefmarkenfreunde bei der Gründungsversammlung des Briefmarkensammlervereins Zillertal im Waldcafe Mayrhofen. Zum Gründungsobmann wurde Sepp Wulz gewählt, der leider bereits am 15. Oktober 1982 verstarb. Seit der ersten Jahreshauptversammlung am 1. Dezember 1982 vertritt Günter Mair als Obmann den Briefmarkensammlerverein. Relativ bald stieg die Mitgliederzahl und es entstand ein reges Vereinsleben. Zehn Gründungsmitglieder nehmen noch heute aktiv am Vereinsgeschehen teil.

Der Verein veranstaltet jedes Jahr einen Törggeleausflug, sowie Besichtigungen von kulturellen Sehenswürdigkeiten. Anlässlich des Jubiläumsjahres wurde heuer ein Ausflug zur ÖVEBRIA nach Wiener Neustadt und ein Törggeleausflug nach Vahrn/Brixen organisiert. Diese Ausflüge wurden wieder sehr gut angenommen. Auch Besuche von philatelistischen Großveranstaltungen standen auf dem Programm. 

Seit Gründung organisierte der Briefmarkensammlerverein 25 Ausstellungen mit Sonderpostämtern, die auch von weit angereisten Briefmarkenfreunden sehr gut besucht wurden.

Bei den Vereinsabenden am 1. Mittwoch im Monat im Hotel  „Neuhaus“ in Mayrhofen und am 

3. Mittwoch im Monat im „Restaurant-Café im Park“ in Zell am Ziller treffen sich Vereinsmitglieder und Gäste. Es gibt einen regen Informationsaustausch. Kostenlos erhalten die Mitglieder die informative Zeitschrift „Die Briefmarke“. Weitere Informationen auf unserer Homepage www.bsv-zillertal.voeph.at.

Die Turbulenzen der Österreichischen Post AG zu Beginn des 21. Jahrhunderts gingen auch an den Sammlern nicht spurlos vorüber. Jetzt werden viele Postkuverts anstelle von Briefmarken mit Freistempel, Bar-Freimachungsvermerke oder Post-Label „freigemacht“. Einige Mitglieder des Vereines stellten ihr Briefmarken-abonnement entweder ganz ein oder reduzierten es auf ein Mindestmaß. Als im Jahr 2003 die personalisierten Briefmarken „Meine Marke“ bei der Österreichischen Post von jedermann bestellt werden konnten, kam neuer Schwung in die gesamte Sammlergemeinschaft. Wurden in den früheren Jahren hauptsächlich Briefmarken und Belege gesammelt, so wird auch das Ansichtskartensammeln immer attraktiver.

Mit der „Crypto stamp“ hat die Post im Juni 2019 das Kunststück zusammengebracht, die Diskussion über eine einzelne Marke mehr als drei Monate lang anzuheizen. Dass die alteingesessenen Briefmarkensammler diese Marke eher skeptisch betrachten, ist angesichts der Altersstruktur dieser Gruppe durchaus verständlich.

Die Post wollte damit in erster Linie die Jugend ansprechen. Damit hat die Post durchaus recht, denn die Philatelie braucht die Jugend dringend. Bei der Präsentation durch die Post fielen die prophetischen Worte: Alles, was heute physisch vorliegt, wird in einigen Jahren, vielleicht schon in 5, 10 oder 15 Jahren, digital sein. Da kann die Briefmarke nicht zurückstehen, wenn es sie dann noch geben sollte. Die Sammler sind geteilter Meinung, für die Post ist es ein Erfolg. Eines ist jedenfalls gelungen: Die Briefmarke ist wiederum im Gespräch!

Nach diesem Kurzbericht ein Dankeschön an alle Mitglieder, die wieder für ein gutes Vereinsleben gesorgt haben. 

Günter Mair, Obmann