15 Jahre Aktion „Saubere Berge“

Auf der Ahornspitze (2.973 m) mit Peter Habeler zum 15-Jahr-Jubiläum „Saubere Berge“.

Fotos: Pavol Kurucár

Ein Herz für Saubere Berge: v.l. Peter Habeler, Herbert Geisler (Almbauer Fellenbergalm), Magdalena Würtenberger, Naturparkbetreuerin Katharina Weisko


Zum 15-Jahr-Jubiläum der Aktion „Saubere Berge“ sind am Dienstag, den 30. Juli, rund 20 Bergfreunde auf die Ahornspitze (2.973 m) bei Mayrhofen aufgestiegen. Mit dabei war Extrembergsteiger Peter Habeler, der das gemeinsame Projekt des Hochgebirgs-Naturparks Zillertaler Alpen, der Abfallwirtschaft Tirol Mitte GmbH (ATM) und der Umwelt-Zone-Zillertal seit vielen Jahren unterstützt. Bei der Jubiläumstour stand nicht der Gipfelsieg im Mittelpunkt stattdessen sollten möglichst viele Menschen daran erinnert werden, die Berge sauber zu halten.

Lebkuchenherzen und Müllsäcke im Gepäck

Mit offenen Augen wanderte die Gruppe bergwärts und suchte am Wegesrand nach achtlos weggeworfenen („gelitterten“) Abfällen. Fundstücke wurden eingepackt und im Tal ordnungsgemäß entsorgt. Auch Peter Habeler hat sich unterwegs nach Taschentüchern und Zigarettenstummeln gebückt. „Berge sind für mich der Inbegriff von Natur. Hoch oben sollte die Landschaft unberührt und frei von Müll sein. Leider sorgen sich nicht alle Bergsteiger darum, dass das so bleibt - das gilt auf der Ahornspitze genauso wie am Mount Everest. Es ist mir ein persönliches Anliegen, dass unsere herrliche Bergwelt in ihrer Ursprünglichkeit erhalten bleibt“, so Habeler. Wanderer, die bei Gabi und Sigi Schneeberger auf der Edelhütte (2.238 m) einkehrten, konnten ihr Wissen zum Thema Littering beim Saubär-Quiz beweisen und sich über die Aktivitäten der letzten 15 Jahre informieren. Für drei richtige Antworten gab es eine regionale Köstlichkeit - ein Lebkuchenherz mit dem „Saubere Berge“-Logo.

Die Initiative „Saubere Berge“ wurde vom Naturpark, der ATM und der Umwelt-Zone-Zillertal ins Leben gerufen. Ziel war und ist es, auf die negativen Umweltauswirkungen von Abfällen hinzuweisen, die in der Natur „entsorgt“ werden.

An den wichtigsten Ausgangspunkten zu den Hütten- und Gipfeltouren weisen Schilder auf das Thema Saubere Berge hin. „Damals wie heute wollen viele Wanderer keine verunreinigten Verpackungen oder klebrigen Bananenschalen im Rucksack transportieren. Darauf haben wir reagiert und Sackspender mit umweltfreundlichen Stärkesäcken zur freien Entnahme aufgestellt. Das hat sich bewährt“, sagt Alexander Würtenberger, Projektleiter bei der ATM.