144 Millionen Euro für das Zillertal


Mit einem großen Verkehrsinfrastrukturpaket hat der Tiroler Landtag die Weichen zur Mobilitätsverbesserung sowie einer Entlastung der Bevölkerung im Zillertal gestellt. Landesregierung und Landtag haben am vergangenen Donnerstag neben dem Projekt Zillertalbahn auch die Umsetzung der Umfahrung Fügen beschlossen. So werden in den nächsten Jahren im Bezirk Schwaz über 150 Millionen Euro in die Verkehrsinfrastruktur investiert, die Zillertalbahn gilt hierbei als zentrales Verkehrsprojekt. 

Dazu LHStv Geisler: „Das Zillertal spielt in dem von der Tiroler Landesregierung beschlossenen Verkehrsinfrastrukturpaket eine wichtige Rolle. Mehr als 43 Millionen Euro werden in den nächsten fünf Jahren in die Zillertalbahn fließen. Die Umfahrung Fügen ist entsprechend dem aktuellen Planungsstand auf Preisbasis 2021 mit 98 Millionen Euro zu veranschlagen.“

Laut Bericht der Tiroler Landesregierung sind die Grundverhandlungen für die Umfahrung Fügen zwar abgeschlossen und das Grundzusammenlegungsverfahren zur Neuordnung der agrarischen Grundstücke und zur Sicherung der Bewirtschaftbarkeit eingeleitet. Allerdings haben vereinzelt Grundeigentümer der Grundablöse nicht zugestimmt. Deren Einsprüche werden nunmehr vom Landesverwaltungsgericht behandelt. Die gerichtlichen Verfahren gilt es abzuwarten.

Außerdem hat sich das Land Tirol grundsätzlich zu einer ganzheitlichen und nachhaltigen Verkehrslösung für die Marktgemeinde Mayrhofen bekannt. Diese umfasst neben dem Neu- und Umbau des Bahnhofs Mayrhofen auch die Neugestaltung der B 169 Zillertalstraße in diesem Bereich. Die Projektleitung wird hierbei von der Zillertaler Verkehrsbetriebe AG übernommen.

„Nunmehr sind die Gemeinde Mayrhofen und die ZVB am Zug. Die Fachabteilungen des Landes sind beauftragt, die Planungen speziell im Zusammenhang mit der B 169 Zillertalstraße, dem Bus-Terminal und dem Neu- und Umbau des Bahnhofs Mayrhofen bestmöglich zu unterstützen. Einen konkreten Zeit- und Finanzplan gibt es hier jedoch noch nicht“, ist von Josef Geisler zu hören und fügt hinzu:

„Ich möchte an dieser Stelle auch die regionalwirtschaftliche Bedeutung dieser Investitionen herausstreichen. Alleine mit der Umfahrung Fügen und den Investitionen in die Schieneninfrastruktur fließen über 140 Millionen Euro in Projekte im Zillertal, Mayrhofen noch nicht eingerechnet. Damit setzen wir auch einen wesentlichen Impuls für die regionale Wirtschaft.“ 

Vorerst gilt es jedoch noch offene Fragen wie die der geplanten Ortstaxenerhöhung oder die der Standortfrage für das geplante Wasserstoffkraftwerk zu klären. Seitens des Landes Tirol ist man zuversichtlich, dass die notwendigen, noch ausstehenden Beschlüsse gefasst werden können.