Eröffnung Recyclinghof Hinteres Zillertal

Freuen sich über die erfolgreiche Rundumerneuerung (v.l.n.r.): Dr. Alfred Egger (ATM GF), VBgm. Franz Eberharter (Mayrhofen, Obmann des Recyclinghof-B

Vizebürgermeister und Obmann des Recyclinghof-Beirates Franz Eberharter bei seinen Ausführungen.


Gemeinsam eine bürgerfreundliche Lösung für die regionale Abfallentsorgung schaffen: Das hatten  sich die Gemeinden im hinteren Zillertal (Mayrhofen, Brandberg, Schwendau, Hippach, Ramsau, Ginzling) zum Ziel gesetzt. Am let  zten Freitag (06. Juli 2018) ging der rundum erneuerte ehemalige Recyclinghof Mayrhofen/Brandberg - nunmehr „Regionaler Recycl  inghof Hinteres Zillertal“ - nach einer rund dreimonatigen Bauzeit mit der Eröffnungsfeier offiziell in Betrieb. 

Die modernisierte Abfalllösung steht ab sofort den BürgerInnen zu den gewohnten Öffnungszeiten zur Verfügung. Zur Einweihung konnte Mayrhofens Vizebürgermeister Franz Eberharter, Obmann des Recyclinghof-Beirates, neben Besuchern aus der Bevölkerung zahlreiche Ehrengäste, unter ihnen Bezirkshauptmann Dr. Michael Brandl, Dr. Alfred Egger - Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Tirol Mitte GmbH (ATM), Hotelier Hansjörg Kröll, die Bürgermeister der im „Regionalen Recyclinghof Hinteres Zillertal“ vereinten Gemeinden, Vertreter der bauausführenden Firmen, Abfallberater Hans Steinberger mit ATM-Mitarbeitern, Bauamtsleiter DI Andreas Walder, Mayrhofens Pfarrer Dr. Jürgen Gradwohl, der die Segnung des erneuerten „Abfallzentrum“ vornahm, herzlich begrüßen und dankte namens der Gemeinden allen Verantwortlichen, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben. Bürgermeisterstellvertreter Franz Eberharter dankte abschließend der Bläsergruppe der Bundesmusikkapelle Brandberg für die musikalische Umrahmung der Eröffnungsfeierlichkeit.

„Die gute Planung und die professionelle Zusammenarbeit mit den beteiligten Unternehmen haben für eine reibungslose Bauphase gesorgt. Wir sind voll im kalkulierten Rahmen geblieben – sowohl zeitlich, als auch finanziell“, zieht Obmann Franz Eberharter eine erste Bilanz. Rund 1,6 Millionen Euro wurden insgesamt in den Um- und Ausbau investiert. „Ein Projekt dieser Größenordnung wäre für eine Gemeinde allein schwer zu stemmen. Zusammen haben wir aus unserem in die Jahre gekommenen Recyclinghof eine zukunftsfähige Anlage gemacht. Großer Dank gilt dabei auch dem Land Tirol, das dieses Projekt mit einer großzügigen Förderung bedacht hat“, so Franz Eberharter. 

Nicht nur die Projektabwicklung bekommt ein gutes Zeugnis, auch das Gesamtergebnis überzeugt: Das Areal ist jetzt großzügig überdacht, verfügt über ein elektronisches Zutrittssystem und ist mit moderner Technik ausgestattet. „Der Regionale Recyclinghof Hinteres Zillertal passt perfekt in das neue Gesamtkonzept, das die ATM derzeit für alle 104 Gemeinden der Bezirke Schwaz und Innsbruck-Land ausarbeitet. Er ist eine maßgeschneiderte Abfalllösung für die Region, aktuelle Standards der stationären Abfallbewirtschaftung wurden mustergültig umgesetzt“, sagte Dr. Alfred Egger, Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Tirol Mitte GmbH (ATM), die mit der Umwelt-Zone-Zillertal in der Planungs- und Bauphase unterstützend tätig war.

Das Schlüsselelement im elektronischen Zutrittssystem heißt Zillertal Card und muss künftig bei jedem Besuch am Recyclinghof mitgeführt werden. Sie ist gleichzeitig Toröffner bei der Einfahrt und Zahlungsmittel für die Abgabe kostenpflichtiger Fraktionen. Auf dem aktuellen Stand der Technik präsentiert sich nun die neue Bioabfallsammelstelle mit Zutrittserkennung und Verwiegung. Auch die Tierkadaversammlung und die Büro- und Problemstoffcontainer wurden komplett erneuert. Der herausfordernden Verkehrssituation im Tal begegnen die Verantwortlichen mit der Anschaffung eines sogenannten Walzenverdichters. Dieses Gerät komprimiert die Abfälle so, dass um bis zu 50 Prozent mehr Abfall in einem Container Platz hat als ohne Verdichtung. Dadurch reduziert sich die Anzahl der Fahrten wesentlich. 

Der alte Recyclinghof wurde 1995 nur für die Gemeinden Mayrhofen und Brandberg eingerichtet. Heute deckt er ein Einzugsgebiet ab, in dem über 9.000 Menschen leben. Dazu kommen noch rund 2,2 Millionen Nächtigungen im Jahr. Mit der neuen Anlage kann man jetzt bestmöglichen Service für die Bürgerinnen und Bürger bieten. Insgesamt 29 verschiedene Fraktionen können an sechs Tagen in der Woche abgegeben werden. Die Mitarbeiter vor Ort haben ein offenes Ohr für Fragen und sind zur Stelle, wenn die Technik am Anfang für manche noch ungewohnt ist. 

(pr-info & red.ag)