Bergrettung Kaltenbach hielt Rückschau


Am Samstag, den 20. Jänner 2018 fand in Aschau die Jahreshauptversammlung der Bergrettung Kaltenbach statt.

Ortsstellenleiter Andreas Wierer begrüßte die anwesenden Ehrengäste u.a. Landesleiter Hermann Spiegl, ÖBRD-Präsident Stefan Hochstaffel sowie die Bürgermeis-ter Andreas Egger (Aschau), Fritz Brandner (Stumm), Klaus Gasteiger (Kaltenbach), Johann Flörl (Hart) und Bernhard Hanser - Vize.Bgm von Ried.
Anschließend berichtete der Ortsstellenleiter über das Einsatzjahr 2017:
„Im Jahr 2017, dem 43. Bestandsjahr der Ortsstelle Kaltenbach, haben wir mit unseren 41 Mitgliedern (davon 2 Frauen) 36 Einsätze mit insgesamt 900 Einsatzstunden absolviert.
In den tourismusintensiven Sommermonaten wurden nicht nur Veranstaltungen mit Rettungsdiensten betreut, vielmehr mussten immer wieder Urlauber aus oft misslichen und gefährlichen Situationen im Alpinbereich geborgen und medizinisch erstversorgt werden. Aber nicht nur den Urlaubern gilt die Fürsorge der Ortsstelle, oft genug mussten auch Einheimische geborgen und versorgt werden.
Der Winter war, wie in den vergangenen Jahren auch, geprägt von Such-, Berge- und Lawineneinsätzen, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schigebiete; oftmals auch unter großer Gefahr für die Einsatzmannschaft.
Um den hohen Anforderungen an eine zeitgemäße Rettungstechnik weiterhin bestens entsprechen zu können, wurden 40 Schulungen vom Ausbildungsteam der Ortsstelle organisiert und von den Bergrettern eifrig besucht.
Im Laufe des Jahres 2017 konnten wir ein Raupenfahrzeug anschaffen, welches uns in der Einsatzabwicklung ein noch effizienteres und professionelleres Arbeiten erlauben wird. Öffentliche Beiträge von Gemeinden, privater Spender und Sponsoren haben diesen Ankauf möglich gemacht. Dafür ist allen Geldgebern ein großes Dankeschön zu sagen.
Weiters konnten wir in unserem Bergrettungsheim in Kaltenbach neue Räumlichkeiten dazugewinnen. Bedingt durch den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Kaltenbach und die damit verbundene Übersiedlung der Feuerwehr Kaltenbach in ihre neuen Räumlichkeiten, steht uns nunmehr ein gesamtes Haus mit Fahrzeuggaragen, großem Schulungsraum und zeitgemäßem Materialdepot als Einsatzzentrale zur Verfügung. Wir freuen uns sehr und bedanken uns bei der Gemeinde Kaltenbach ganz herzlich für die Unterstützung. Nach vielen Jahren der „Wanderschaft“ haben wir nun unsere gesamte Ausrüstung incl. Fuhrpark unter einem Dach unterbringen können.“

Nach der Ehrung verdienter Mitglieder und der Aufnahme neuer Bergretter klang die Jahreshauptversammlung gemütlich aus.

Andreas Wierer
Bergführer, Ortsstellenleiter