Das Kreuz als Hoffnungszeichen

Foto: shutterstock.com
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Uns alle zieht es hin, wo wir froh sein können, wo andere froh sind. Wo Freude ist, hat das Leben Raum. Aber es gehören nun einmal auch die Dunkelheiten, das Leid, zu unserem Leben. 

Das Dunkle unseres Lebens dürfen wir nicht verdrängen. Bereits Kinder werden mit den Dunkelheiten des Lebens oft mehr konfrontiert als wir annehmen. So manches Kind hat im Verwandten- oder Freundeskreis schon einen Todesfall miterlebt. Sie setzen sich mit den Fragen, warum wir sterben und was dann aus uns wird, auf ihre Weise auseinander. Der Tod macht sprachlos. Und wer schon einmal beim Sterben eines Menschen dabei war, der weiß auch, was ich meine. Unser Todestag kann viele Gesichter haben: der Tod im Lehnstuhl, auf der Straße, im Krankenhaus, im Krieg. Letzteres wird uns wohl hoffentlich erspart bleiben! Was wünschen wir uns für unsere Sterbestunde? Sie soll kurz sein, wir möchten schnell sterben, möglichst ohne Schmerzen. Und wir hoffen, dass wir nicht einsam sterben müssen. Und das ist ja heute leider nicht mehr selbstverständlich. Unser Sterbetag rückt mit jedem Jahr näher. Je älter und reifer ein Mensch wird, desto mehr wird er sich dessen bewusst werden. Sind es nicht gerade das Kreuz und der Tod, was wir so gerne aus unserem Leben verdrängen? Doch gerade das Kreuz wird in unserer Todesstunde das letzte große Hoffnungszeichen sein. Vor allem dann, wenn wir uns schon zu Lebzeiten damit auseinandergesetzt haben. Die großartige Aussage, dass der Tod der Anfang neuen Lebens ist und, dass in der Auferweckung Jesu Christi auch unser Leben über den Tod hinaus geöffnet wird auf ein neues Leben in der neuen Welt Gottes hin, ist das zentrale Goldstück christlicher Botschaft und Verheißung. Der Tod ist nach christlichem Verständnis kein Ende, sondern vielmehr ein Tor zu neuem, ewigen Leben bei Gott. Der Tod ist Durchgang zu einem Leben in der unmittelbaren Nähe Gottes. Ein Leben, das über menschliches Denken und Begreifen hinausgeht.

ah