Aus der Kirchengeschichte von Hainzenberg


Die Gemeinde Hainzenberg liegt auf einem terrassierten Hang. Die Ortschaft wurde im Jahr 1309 als „Haitzenperch“ erstmals urkundlich erwähnt. Kirchlich gehört Hainzenberg zur Pfarre Zell am Ziller.

Weithin sichtbar, etwa 200 Höhenmeter oberhalb von Zell am Ziller, befindet sich die Wallfahrtskirche Maria Rast. Sie liegt am uralten Übergang vom Zillertal in den salzburgischen Pinzgau und steht im ehemaligen Goldbaurevier am Hainzenberg. Beides war für die Entstehung des Gnadenortes bedeutsam.

Schon um 1300 soll neben einer Raststation auf dem Hainzenberg eine kleine Kapelle gestanden sein. Sicher ist, dass sich im späten Mittelalter in der Nähe des „Unterflörlhofes“, eines alten Bauernhauses etwa zehn Minuten oberhalb der heutigen Wallfahrtskirche, eine gotische Kapelle befand. Zusehends entwickelte sich der Ort zu einer vielbesuchten Wallfahrtsstätte. Wegen des großen Zustroms von Pilgern erwies sich das Gotteshaus bald als zu klein. Die neue größere Kapelle wurde dann am Felsenrand über dem Goldbergwerk errichtet und 1739 fertiggestellt. Zwar blühte die Wallfahrt immer mehr auf, doch sollte sich der Standort bald verhängnisvoll auswirken. Bedingt durch die mangelhafte Absicherung des Goldbergwerkes, auf dessen Gelände sie stand, traten allmählich Bauschäden auf. Die Mauern und die Kuppel mussten mit Eisenstangen festgehalten werden, da sich der felsige Untergrund immer stärker abwärts neigte.

Am 14. April 1914 kam es dann zur Katastrophe: Infolge eines Felssturzes lockerte sich der Untergrund der Kirche. Der talseitige Turm und andere Bauteile mussten abgetragen werden. Die Wiederherstellungsarbeiten konnten kriegsbedingt erst 1923 abgeschlossen werden. ah