Einweihung Obstpresse des OGV Mayrhofen

Tonnen von Obst wurde in den „Ausweichquartieren“ gepresst.

Hausnummern-Übergabe von Bgm Franz Hauser an Obmann Helmut Kröll.

Fertig zur Auslieferung - die Anfänge der Obstpresse beim „Stoaner“ füllt wird in luftdichte Saftbeutel zu 3, 5 und 10 Liter. Während der Öffnungszei

Beginn der Bauarbeiten zum neuen Heim des „OGV Mayrhofen“.


Ein langer Weg mit vielen Stationen - Es war im November 2012 als beim „Stoanerhof“ in Mayrhofen der letzte Tropfen Apfelsaft aus der Obstpresse rann. Zig Jahre zuvor wurde hier beim „Stuana Paul“ der Grundstein für die Obstverwertung des OGV Mayrhofen gelegt. Hier wurde auf kleinstem Raum und mit viel Enthusiasmus und Einsatz die ersten Erfahrungen bei der Apfelsaftproduktion gesammelt. Der Saft wurde mit notdürftigsten Mitteln pasteurisiert und in Literflaschen abgefüllt

Immer mehr Mitglieder brachten ihre Äpfel und Birnen zur Presse, um herrlichen, naturbelassenen Saft produzieren zu lassen. Und schon bald platzte der „Saftladen“ aus allen Nähten und es wurde Zeit, einen neuen, größeren Standort ausfindig zu machen.

Die Dorfaue in Schwendau war dabei unter dem damaligen Obmann Fredi Schmid ein erstes Zwischenziel. Dieser Standort war von 2013 bis 2015 Heimat der Obstpresse und wurde nur durch die Unterstützung von Bürgermeister Gerhard Hundsbichler und diverser Vereine möglich gemacht. Aber es war eben nur eine Notlösung, da die ortsansässigen Vereine diese Räumlichkeiten für den Eigenbedarf bzw. für die Ausrichtung div. Veranstaltungen benötigten.

Und so machte sich die „Obstpresse“ unter Helmut Kröll, der 2014 zum neuen Obmann gewählt wurde, wieder auf Standortsuche. Auf Grund der benötigten Zufahrts- und Parkmöglichkeiten kam ein Platz im Ort nicht in Frage. So bot sich als neuerliche Übergangslösung für ein Jahr das ehemalige Raiffeisen Lagerhaus in Ramsau als Quartier an.

Doch die „Herbergssuche“ sollte mit diesem letzten Ausweichquartier bald ein Ende haben, reifte doch bei Obmann Helmut Kröll und Friedl Schiestl die Vision vom „eigenen Presshaus“. Und diese Vision wurde mit dem Spatenstich neben dem Horbergbahn Parkplatz vor zwei Jahren Wirklichkeit. Möglich machte dies nicht nur ein langjähriger Pachtvertrag mit „Oberstockach Hansl“ und eine Sonderwidmung von Bürgermeister Franz Hauser, sondern auch der Einsatz und die Hilfe zahlreicher Mitglieder. „Ohne diese enorme Eigenleistung wäre es für den Obst- und Gartenbauverein Mayrhofen unmöglich gewesen, dieses Projekt zu stemmen“, ist von Obmann Helmut Kröll und Friedl Schiestl unisono zu hören. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle auch dem Land, der Marktgemeinde Mayrhofen, der Gemeinde Schwendau und dem Tourismusverband Mayrhofen für ihre Förderungen sowie den vielen Spendern und unterstützenden Firmen.

Hinzu kam dann noch, dass für eine professionelle und einwandfreie Saftproduktion neue Gerätschaften anzuschaffen waren. Aber auch das machte sich schon bald bezahlt, wird doch mittlerweile Obst sogar aus dem Achen- und Inntal angeliefert.

Das alles war nur möglich, weil alle „an einem Strang gezogen haben“ und so konnte bereits im September 2017 die erste Pressung im neuen, knapp 200 m² großen „Heim des OGV“ gemacht werden. Ein außerordentliches Obstjahr bescherte dem Team rund um Helmut Kröll 2018 eine neue Herausforderung. Mit rund 100.000 kg Obst (Schnitt ca. 50.000 kg) und ca. 55.000 Litern gepressten Apfelsaft wird dieses wohl als Rekordjahr noch lange in Erinnerung bleiben.

Mittlerweile sind auch noch die restlichen Baumaßnahmen abgeschlossen und so freut sich der Obst- und Gartenbauverein Mayrhofen zur Einweihung der Obstpresse am Samstag, den 24. August 2019 um 17.00 Uhr einladen zu können.

 

Programm Einweihung der Obstpresse

· Ansprachen des Obmannes und
der Ehrengäste

· Segnung der Obstpresse

· Anschließend gemütliches Beisammensein

 

Für das leibliche Wohl wird gesorgt!

 

(Parkplatz: P5 Horbergbahn)

 

FACTS

5 freiwillige Mitarbeiter arbeiten zur Presssaison 10 Wochen lang an 3 Tagen pro Woche von 8.00 bis 20.00 Uhr.

Das angelieferte Obst wird kontrolliert, gereinigt, gepresst, zentrifugiert, auf 78 Grad erhitzt und pasteurisiert.

Ohne jegliche Zusatzstoffe entsteht so ein reines Naturprodukt aus dem Zillertal.

Abgefüllt wird in luftdichte Saftbeutel zu 3, 5 und 10 Liter.

Während der Öffnungszeiten kann das Obst ohne Anmeldung angeliefert werden.