„Essen statt wegwerfen“

v.l. Obfrau Mag. Ursula Langesee, Bezirksvorstand Christian Aigner, Referentin Mag. Angelika Kirchmaier, Bezirksbäuerin Sonja Gschösser, Obfrau-Stellv


In Zusammenarbeit mit dem Forum Land Bezirk Schwaz gab es am Dienstag, den 26.11.2019 in Zell/Ziller einen interessanten Vortrag zum Thema „Lebensmittelmüll“.

1/3 des weltweit produzierten Lebensmittelmülls landet im Abfall. In Tirol wird jeder 3. Einkauf weggeschmissen. In unserem Restmüll allein landen 12 % genießbare Lebensmittel. Der Bioabfall nicht mit eingerechnet. Diese Zahlen und Bilder sind erschreckend und haben enorme Auswirkungen auf unser Klima und unsere Geldbörse. Die in Europa und Nordamerika weggeworfenen Lebensmittelmengen würden reichen, um alle Hungernden der Welt 3 x zu ernähren. Referentin Mag. Angelika Kirchmaier gab wertvolle Tipps für eine optimale Lagerung unserer Lebensmittel. So sollte man z.B. den Kühlschrank nicht zu vollfüllen, damit die Luft zirkulieren kann. Also am besten nur das einkaufen, was benötigt wird. Auf Sauberkeit achten! Die Temperatur sollte idealerweise bei 4° liegen. Die Lagerung von Trockenlebensmitteln wie Nüssen, Mehl, Nudeln, usw. sollte unbedingt in verschließbaren Vorratsbehältern erfolgen. Das verhindert das Ausbreiten von Schädlingen. Bei Obst und Gemüse sollte man das Grün abschneiden. Das verhindert das frühzeitige Austrocknen. Generell sind Äpfel getrennt von anderen Obst- und Gemüsesorten zu lagern, da diese das Reifegas Ethylen ausstrahlen, was wiederum zu einem schnelleren Reifungsprozess anderer Obstsorten wie z.B. Bananen führt. Vorsicht ist geboten bei Lebensmitteln mit dem Vermerk „zu verbrauchen bis“! Aber auch schimmliges Brot sollte nicht mehr verzehrt werden. Weitere wertvolle Tipps gibt es in ihrem Buch: „Nicht alles ist Mist!“.

Das Fazit dieses Abends: Für eine optimale Lagerung sorgen, Sinne einschalten - mit Riechen und Schmecken beurteilen, ob Lebensmittel noch genießbar sind.  Außerdem müssen wir unser Einkaufsverhalten generell ändern und regionale Produkte saisonal kaufen und jenen aus Übersee vorziehen. Jeder Einzelne kann mit diesen einfachen und doch sehr wertvollen Tipps dazu beitragen, den eigenen Lebensmittelmüll einzudämmen, und ganz nebenbei auch noch viel Geld sparen.

Das Team des Sozialsprengels bedankt sich bei Mag. Angelika Kirchmaier für diesen hochinteressanten Vortrag und bei den Besuchern für die eingelangten Spenden.