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Lebenserinnerun gen von Franz Steiner aus Hart

Niedergeschrieben in dem Buch „Harte(r) Zeiten“

Mittwoch, 1. Dezember 2021
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Am 2. November 1925 bin ich beim Brentner am Kleinhartberg auf die Welt gekommen. Ich hatte vier Geschwister: Maria, eine ledige Tochter von meinem Vater, Hilda und zwei Brüder namens Johann und Josef. Von meinem 7. bis zum 14. Lebensjahr besuchte ich die Volksschule Hart, bis zum 16. noch die Fortbildungsschule. Der Schulweg war drei Kilometer lang. Um halb sieben Uhr früh mussten wir schon daheim weggehen. Um halb acht Uhr war immer Schülergottesdienst und um acht Uhr begann die Schule. Im Winter war es manchmal sehr, sehr kalt.

Am 27. Juli 1943 rückte ich nach Landeck zum Gebirgsjägerregiment 136, 2. Gebirgsdivision ein. Nach kurzer Ausbildung ging es ab
nach Nordfinnland. Dort folgte die Überstellung zur 1. Kompanie, Regiment 141 der 6. Gebirgsdivision. Es folgte die Teilnahme an den Angriffs- und Abwehrkämpfen an der Tundrafront und an den Rückzugskämpfen bis nach Narvik in Norwegen. Dort blieb ich bis Kriegsende 1945 stationiert, jedoch erst am 8. September 1945 kehrte ich vom Krieg heim, ausgezeichnet mit dem Sturmabzeichen in Silber, E.K.2, Lapplandschild. Nach dem Krieg arbeitete ich zwei Jahre bei einem Bauern als Pferdeknecht und von 1948 bis 1955 beim Landesbauamt, Abteilung Wildbach. Von 1955 bis 1985 war ich dann über 30 Jahre bei der Firma Lang als Polier beschäftigt.
Mit meiner Frau Berta, seit 1950 glücklich verheiratet, erbaute ich 1954 ein eigenes Haus. Es war eine sehr schwere Zeit, in der wir uns alles mit den Händen erarbeiten mussten, denn für uns gab es kein Erbe als Grundstock.

Von 1945 bis 1955 war ich als Fähnrich bei der Schützenkompanie Hart, aus gesundheitlichen Gründen bin ich dann ausgeschieden.

Seit 1945 Mitglied bei der Heimkehrer Kameradschaft Hart, fungierte ich auch dort längere Zeit als Fähnrich und seit 1998 als Obmann.
1955 trat ich der Freiwilligen Feuerwehr Hart bei, wo ich von 1975 bis 1985 als Gruppenkommandant der Löschgruppe Haselbach diente.
Weiters wirkte ich von 1956 bis 2003 als Obmann der Wassergenossenschaft Haselbach und von 1960 bis 1968 als Ausschussmitglied des Fremdenverkehrsverbandes Hart, davon vier Jahre als Obmann. In diese Zeit fiel auch die Erbauung des gemeinsamen Schwimmbades in Fügen. Zwischen 1968 und 1989 kümmerte ich mich als Obmann der Bachinteressentschaft Haselbach unter anderem um die Verbauung des Haselbaches.

1974 folgte die Wahl in den Gemeinderat Hart, dem ich bis 1989 angehörte, davon sechs Jahre als Gemeindevorstand. Von 1987 bis 2002 war ich schließlich im Pfarrgemeinderat und von 1989 bis 2007 im Pfarrkirchenrat als Obmann tätig. ah

Zillertaler Zeitung

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